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Zhong De Ban oder: Wie die Psychotherapie nach China kam

„Zhong De Ban" oder: Wie die Psychotherapie nach China kam

Geschichte und Analyse eines interkulturellen Abenteuers

Fritz B. Simon, Margarete Haaß-Wiesegart, Xudong Zhao

Carl-Auer Verlag 2011, 1. Auflage, 250 Seiten, kartoniert, ISBN: 978-3-89670-791-8, 24.95 Euro

Am 12. September 1976 bestieg eine Gruppe deutscher Studenten in Karatschi ein Flugzeug nach Peking; unter ihnen eine Psychologin, Dies war der Anfang des interkulturellen Abenteuers „Deutsch-Chinesisches Psychotherapie-Projekt" und seiner deutsch-chinesischen Klasse, der Zhong De Ban.

In China war der Bedarf und das Interesse an psychotherapeutischen Konzepten und Hilfestellungen nach den Gräueln der Kulturrevolution und einem zehnjährigen Psychotherapie-Verbot groß. Die gesellschaftlichen Veränderungen, denen die Menschen gegenüberstanden, der Zerfall der familiären und traditionellen Strukturen, verlangte neue Antworten. Die „Zhong De Ban", die Ausbildungsklasse, erlangte in dieser Zeit in chinesischen Fachkreisen einen legendären Ruf. Zunächst von Einzelpersonen getragen, wurde aus der Zusammenarbeit mit den chinesischen Medizinern ein reger Austausch, der im Jahr 1988 zum ersten Deutsch-Chinesische Symposium für Psychotherapie in Kunming führte. Weitere Symposien, persönliche Reisen und enge Kooperationen führten schließlich zur Gründung der „Deutsch-Chinesischen Akademie für Psychotherapie" (DCAP).

Deren Ehrenpräsidentin, die Diplom-Psychologin Margarete Haaß-Wiesegart, hat nun mit Zhao Xudong, dem Präsidenten der DACP in China, und Fritz B. Simon die Geschichte der „Zhong de Ban" aufgeschrieben. Die Berichte der Autoren liefern eine spannende Analyse der Zusammenarbeit. Daneben vermitteln Interviews mit unmittelbar Beteiligten „aus erster Hand", welche Schwierigkeiten und Hindernisse bei der Arbeit überwunden werden mussten - und welche Lösungen dazu gefunden wurden.

Zielgruppen: Psychotherapeuten, Sinologen, Soziologen, In der Entwicklungshilfe Tätige

 

Fritz B. Simon, Dr. med., Professor für Führung und Organisation am Institut für Familienunternehmen der Universität Witten/Herdecke. Systemischer Organisationsberater, Psychiater, Psychoanalytiker und systemischer Familientherapeut. Mitbegründer der Management Zentrum Witten GmbH und der Simon, Weber and Friends, Systemische Organisationsberatung GmbH. Autor bzw. Herausgeber von ca. 240 wissenschaftlichen Fachartikeln und 26 Büchern, die in 13 Sprachen übersetzt sind.

Margarete Haaß-Wiesegart, Dipl.-Psych., Psychologische Psychotherapeutin für Verhaltenstherapie und systemische Paar- und Familientherapie; seit ihrem ersten Studienaufenthalt 1976-1978 aktiv in der Kooperation deutscher und  chinesischer Psychiater und Psychologen, Mitbegründerin und langjährige Präsidentin der Deutsch-Chinesischen Akademie e. V. für Psychotherapie.

Xudong Zhao Prof. Dr.; Professor an der Tongji Universität, Chefarzt der Abteilung für Psychosomatische Medizin am Shanghai East Hospital; Präsident der Deutsch-Chinesischen Akademie für Psychotherapie auf chinesischer Seite sowie Vorsitzender des Komitees für Psychotherapie und Beratung der Chinesischen Gesellschaft für Geistesgesundheit. 1990-1993 Gastwissenschaftler und Doktorand an der Abteilung für Psychoanalytische Grundlagenforschung und Familientherapie der Psychosomatischen Klinik an der Universität Heidelberg, danach Aufbau eines familientherapeutischen Instituts in China. Mitorganisator und Lehrtherapeut des Deutsch-Chinesischen Ausbildungsprojekts für Psychotherapie in China seit 1997.

Quelle: Text des Carl-Auer Verlages

Zum Buch auf der Homepage des Carl-Auer Verlages geht es hier

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