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Magische Versuche: Kommunikative, therapeutische und spirituelle Metaphern

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Magische Versuche

Kommunikative, therapeutische und spirituelle Metaphern

Alexa Mohl

Dr. Alexa Mohl Verlag Hannover 2009, 197 Seiten, 17.80 Euro

Nicht nur Kinder, auch Erwachsene lesen und hören gern Geschichten. Geschichten unterhalten, und sie sind lehrreich. Vor allem Metapher-Geschichten stellen Probleme dar und zeigen Lösungen auf. Diese sind nicht nur interessant, sie wirken nach und können auf bewusstem oder unbewusstem Wege helfen, eigene Schwierigkeiten zu bewältigen.

In diesem Buch finden Therapeuten, Pädagogen und Theologen, Metaphern zur Unterstützung ihrer beruflichen Aufgaben. Sie können die darin enthaltenen Geschichten direkt nutzen. Sie können dieses Buch aber auch dazu verwenden, selber Metaphern schreiben zu lernen.

Dr. Alexa Mohl ist auch Autorin des „NLP-Bestellers“, Lern- und Übungsbuch: „Der Zauberlehrling“, erschienen bei Junfermann.

www.alexa-mohl.de

Quelle: Text des Verlages


Leserrezension von Iris Meinel

Erst hören wir die Sprache der Mütter und Väter, lernen selbst sprechen, erfinden Geschichten, lernen Botschaften gut zu verpacken, um nichts direkt zu sagen.

Kinder lieben Träume Märchen und Geschichten, lieben es, der Phantaise freien Lauf zu lassen. Manchmal brauchen wir auch als Erwachsener Geschichten, Bilder oder Lebensweisheiten, um Sachverhalte besser in unser Leben übertragen oder besser begreifen zu können. Wir hören direkte Aufforderungen zur Änderung unseres Verhaltens oder unserer Ansichten nur sehr ungerne. Jedoch Märchen, Träume und  Geschichten helfen uns mit eigenen Schwierigkeiten besser umgehen zu können, wirken im Zuhörer, im  Leser nach, können bewusst oder unbewusst die Augen öffnen, um Probleme besser zu verstehen und dadurch besser bewältigen zu können oder auch Ansichten oder Verhalten ändern zu können.

Und genau da setzt das Buch „Magische Versuche“ von Alexa Mohl ein.

„Magische Geschichten“ geschrieben von Alexa Mohl als Folgeband zu den Geschichten „Aus der Zauberwerkstatt“.
Ich halte ein Paperback in der Hand. Als Cover hat es ein Buntstiftaquarell. Es zeigt ein Wasserglas, bestückt mit einer Zaubermuschel, wie ich sie aus meiner Kindheit kenne, eine Zaubermuschel, wie ich sie auch meinen Kindern schenkte. Diese Muschel, legt man sie in ein Glas Wasser, öffnet sich nach einiger Zeit und heraus kommt eine farbige Papierblume, die von einem Bändchen gehalten, an die Wasseroberfläche wandert. 
Die Symbolik Alexa Mohls Metaphern ist für mich bereits in der liebevoll gestalteten, in meinen Augen sehr treffender Covergestaltung zu erkennen. 

Der Titel des Buches lautet vollständig: Magische Versuche, kommunikative, therapeutische und spirituelle Metaphern.

Adressiert ist das Buch an Therapeuten, Pädagogen, Theologen, aber auch an alle anderen an kurzen Metapher-Geschichten interessierte Leser. Gedacht ist dieses Buch als Unterstützung, die Geschichten können direkt genützt werden. Diese heilenden Geschichten enthalten immer ein Problem einer Person und immer eine Lösung, egal wie diese aussieht.

Gelernt, unbewusst Botschaften zwischen den Zeilen zu senden, gewohnt, unbewusst Botschaften zwischen den Zeilen zu entziffern, fordert Alexa Mohl in Ihrem Buch den Leser auf, Botschaften bewusst in die Geschichten zu interpretieren.

In der Einleitung beschreibt die Autorin, wie sie selbst zum Schreiben kam undwelche Kriterien für eine gelungene Metapher gelten. Es sind kleine Geschichten, gegliedert in therapeutische Metaphern für den Beratungskontext, kommunikative Metaphern, gedacht für Pädagogen, aber auch spirituelle Metaphern, die sie für seelsorgerische Gespräche entwickelt hat. Alle Geschichten lesen sich einfach, können zum Nachdenken aber auch zum Nachmachen anregen.

Um zu zeigen, dass jedermann Metaphern schreiben könnte, wenn er wollte, hat die Autorin noch acht Metaphern als Auswahl aus „Lauter ersten Versuchen“ abgedruckt.

Alles in allem ein Buch, das ich gerne empfehle. Es ist einerseits kurzweilig, andrerseits nachdenklich und letztendlich auch ein Buch, das Freude wecken kann, eigene Metaphern zu schreiben.

Iris Meinel

 

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