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Personal wählen, trainieren, coachen: Erfolgreiche Verfahren

Harald Hauschildt

Problemfälle lösen

Personal wählen, trainieren, coachen

Dr. Harald Hauschildt

Was tun bei ausgereizten Personal-Ressourcen? Intern und extern nichts Passendes zu finden? Hard Facts wie Ausbildung, Kenntnisse haben nur kurze Halbwertzeit - und sind bei Personal-Entscheidungen leicht einzuschätzen. Das Problem ist die Einschätzung der Soft Facts im Hintergrund jeder Persönlichkeit, etwa mentale Stabilität, Zuverlässigkeit usw.

Je differenzierter unsere Welt - desto schwieriger ist es, für jedes Schloss den passenden Schlüssel zu finden. Dauerhaft finden ist das Ziel, denn Fluktuation kostet ca. ein Jahresgehalt. Zudem: Probleme der statischen „Besetzung“ von „Stellen“ nehmen zu, je dynamischer wir uns ent­wickeln. „Normal“ ist heute die Veränderung, dynamische An-Passung überlebenswichtig.

Das weiß man doch? - Mag sein, aber man handelt nicht danach! Stellen werden immer noch mit den Verfahren und Kriterien von gestern „besetzt“. Nach „Hard Facts“ wie Abschluss, Benotung. Eine trügerische Moment-Aufnahme. Status quo anstatt Status futurus, da permanente Flexibilität entlang der meist weniger veränderbaren Soft Facts schwieriger einzuschätzen ist.

Die Lösung: Flexibilisierung, Umkehrung

An Schlüssel UND Schloss feilen, immer wieder neu, an Mitarbeiter-Kompetenz UND an Aufgaben-Beschreibung. Dann wird Unter- und Überforderung vermieden, man bleibt stets up to date, State of the Art: Voll-Ausschöpfung rechnet sich!

Negativ-Beispiel Kliniken: Eigentlich Ideal-Voraussetzungen für flexible Bedarfs- und Bedürfnis-Anpassungen, z.B. durch den Verkauf von Wellness- und Mental-Angeboten (Kurse, Seminare, Wellness-Reisen usw.) für „danach“ an Patienten und Besucher. Dieses interessante Folge-Geschäft mit erlaubtem Dauer-Kundenkontakt machen jedoch andere. Mannigfaltige lukrative Dauer-Dienstleistungen mit Positiv-Image (!) sind entstanden. Klinken verschlafen diesen langfristigen Trend. Hätten die frühen Köhler erkannt, dass sie keine Holzkohle herstellen, sondern Energie produzieren - sie wären heute noch im Geschäft, in Heizungsbau und Alternativenergie erfolgreich. Würden Kliniken erkennen, welches Geschäft Ihnen „durch die Lappen“ geht - viele Probleme wären gelöst. Tankstellen-Betreiber sind cleverer: Das Hauptgeschäft ist nicht mehr Sprit verkaufen, sondern Reisebedarf und Co.

Ergo: Personal-Ressourcen ausschöpfen durch Analyse der Soft Facts, idealerweise gekoppelt mit flexiblen Aufgaben-Beschreibungen und Anpassungs-Coaching von Ist an Soll: 1. Stärken-Schwächen-Analyse, 2. Bewusstheit trainieren, 3. Fokussierung auf A-Kompetenzen, 4. Blockaden und Hemmfaktoren auflösen, 5. Aktionsplan.

A-Competence-Profiles/ACprofiles/ACP liefern stabile Entscheidungshilfen: ACP-II hat insgesamt 86 Rechenwerte für 31 Facetten/Merkmale - sehr viel mehr als nur die vier: Dominanz - Initiative - Stetigkeit - Gewissenhaftigkeit (mehr unter www.ACprofile.com).  Siehe die Beispiele zur Interpretation der Profile/Grafiken (gekürzt): In der Mitte ist der Wert Null, am kleinsten Ring 20, dann 40, 60, 80, 100. Außen (in Klammern) grüne Nummerierung der Merkmale / Facetten, z.B. (6) = Dominanz. Dünne Kurve: Subjektiv-Bild (ist selten realistisch),  dicke Kurve: objektive Werte (eine Besonderheit der ACP). Der Vergleich liefert wichtige Erkenntnisse.

acp_140910.jpg

Bedeutung der grünen Nummern:
(1) Unempfindlichkeit
(2) Psychosomatische Robustheit
(3) Positive Grundstimmung
(4) Stressresistenz
(5) Emotionale Stabilität
(6) Dominanz
(7) Durchsetzungskraft
(8) Initiative
(9) Entschlusskraft
(10) Schnelligkeit
(11) Warmherzigkeit
(12) Einfühlungsvermögen
(13) Gefühlsorientierung
(14) Fürsorglichkeit
(15) Rücksichtnahme
(16) Gewissenhaftigkeit
(17) Genauigkeit
(18) Ordnungsliebe
(19) Zuverlässigkeit
(20) Pflichtbewusstsein
(21) Maximalverzerrung/ Realitätssinn
(22) Über-/Unterschätzung, insgesamt
(23) Über-/Unterschätzung, differenziert
(24) Antwortkonsistenz-I, Stimmigkeit der Ausprägung
(25) Antwortkonsistenz-II, Stimmigkeit der Werte
(26) Verhaltenskonsistenz
(27) Selbstbewusstsein
(28) Selbstakzeptanz/ Selbstannahme

Profil 01: Ein bizarres Profil, extrem differenziert selbst im selben Farbsegment (stark durch Lebens-Erfahrungen geprägt) , m, ca. 40 Jahre, kein Schulabschluss, keine Ausbildung, ein lange in Deutschland lebender Holländer mit guten Deutschkenntnissen. Erfolg durch ACprofil-Einsatz: Einstellung in einem Seniorenheim für den Bereich Garten- und Landschaftsbau / Haus­meister. Begründung: Für die Einstellung spricht folgende Profil-Konstellation: Starke bis (sehr) starke Ausprägungen von (7) Durchsetzungskraft, (27) Selbstbewusstsein, (14) Fürsorglichkeit und (15) Rücksichtnahme. Die normal ausgeprägte Initiativkraft ist willkommen, die sehr niedrige (9) Entschlusskraft stört nicht: Die Arbeiten werden vorgegeben - bzw. sie ist gar von Vorteil: Vorgaben werden begrüßt. Günstig auch die sehr geringe (5) Dominanz und (9) Entschlusskraft. Die geringe (10) Schnelligkeit hat wenig Job-Relevanz, wichtiger sind (16) hohe Gewissenhaftigkeit, extrem hohe (19) Zuverlässigkeit und (20) Pflichtbewusstsein. - Ein zwar nicht schnell, aber stetig und verlässlich arbeitender Mitarbeiter verursacht wenig Aufwand für Führung und Kontrolle. Die kleinen Werte bei (17) Genauigkeit und (18) Ordnungsliebe haben für die Aufgabe im Kontext der anderen Werte keine sonderliche Relevanz - und, da das von vornherein bei der Einstellung bekannt ist, kann im Einzelfall Vorsorge getroffen werden durch Delegation und Kontrolle. Die extrem hohe (3) Positive Grundstimmung und (5) Emotionale Stabilität sind in der Seniorenheim-Umgebung sehr wertvoll, (11) Warmherzigkeit ist als guter Mittelwert hinreichend ausgeprägt. Das geringere (12) Einfühlungsvermögen ist irrelevant, denn die Aufgabe beinhaltet keinen unmittelbaren Service- und Pflegedienst für die Bewohner. Die (sehr) geringen Werte bei persönlicher (1) Unempfindlichkeit, (4) Stressresistenz, (2) Psychosomatischer Robustheit und (26) Verhaltenskonsistenz sind bei gutem Arbeitsklima, Zeitdruck-Ver­mei­dung und stabiler privater Situation ohne Belang, zumal die Arbeit in der Natur stabilisierend und stärkend wirkt. Maßnahmen u.a.: Aufgaben-Res­sourcen-Abgleich, Stärken-Fokus­sier­ung, Stresso­ren-Analyse, innere mentale Balance herstellen.

Weitere Problemfall-Erfolge:

In analoger Weise auch die Interpretation der übrigen Beispiel-Profile, hier verkürzt betrachtet.

acp_140910a.jpg Profil 2

Profil 02: w, ca. 25 , Hauptschule, keine Aus­bildung, Türkin. Einstellung im Bereich Lager / Logistik. Passende ALPHA-, BETA- und GAMMA-Werte, die (6) Dominanz ist anzuheben (hier: Mangel, für sich einzustehen, Selbstwert-Problem). Maßnahmen u.a.: Dominanz-Klärung, Eigenwert-Aufbau.

acp_140910b.jpg Profil 3

Profil 03: w, ca. 25, vh, 1 Kind, Hauptschule. Sehr realistische Selbsteinschätzung: Bei­de Kurven decken sich: Selbstbild = objektiv. Einstellung im Bereich Altenpflege. Optimal durch BETA- und GAMMA-Werte.Maßnahmen: Anhebung Gefühlsorientierung, Stärkung der DELTA-Werte, Eheproblem-Lösung, positive Lebenseinstellung.

acp_140910c.jpg Profil 4

Profil 04: w, ca. 35, alleinerziehend, Einstellung als Musikpädagogin. Ein relativ „rundes“ Generalisten-Profil, das recht vielseitige Möglichkeiten bietet, aber breit gefächerte Aufgaben auch verlangt (nicht genutzte Fähigkeiten mindern die Zufriedenheit und reduzieren den Deckungsbeitrag). Maß­nahmen u.a.: Coaching zur Anhebung der (4) Stressresistenz, Auflösung blockierender Verhaltens-Muster, Stärkung der (2) Psychosomatischen Robustheit.

acp_140910d.jpg Profil 5

Profil 05: w, ca. 25, alleinerziehend, Bürokauffrau ohne Berufserfahrung, gehandicapt durch Privatumstände (Familie). Einstellung in Büro mit Callcenter-Aufgben. Starke Men­tal-Einschrän­kungen, Wut: ursächlich in emotionaler Familienbelastung. Siehe die minimalen DELTA-Werte! Die (6) Positive Grundstimmung täuscht stabilen Optimismus vor (Gefahr des Überfordert-Werdens durch Fehleinschätzung): Kippt unversehens ab, wenn Bedrängnis bei (1) Unempfindlichkeit, (2) Psychosomatische Robustheit, (4) Stressresistenz, (5) Emotionale Stabilität - was wegen der genannten Minimal-Ausprägungen sehr leicht eintritt - zumal das (27) Selbstbewusstsein darnieder liegt! Die erstaunlich überhöhte (28) Selbstakzeptanz erschwert die Veränderungsarbeit. Maßnahmen u.a.: Stärken-Fokussierung, Klärung der DELTA-Tiefstwerte, aktives lösungsfokussiertes StressManagement, Stärkung des Selbstbewusstseins.

Fazit: Vermittlungsquote 80%, auch bei Langzeit-Arbeitslosen möglich, wenn die individuellen Schlüsselkompetenzen (= A-Kompetenzen) durch das ACprofil heraus-destilliert werden - und das mit einer kompatiblen Bedarfs-Nische intelligent abgeglichen wird. Bewährt hat sich die beiderseitige Anpassung:  Aufgaben und Kompetenzen abgleichen bis zum Optimum : Denn das verhindert Unter- und Überforderung, bewirkt ökonomische Vollausschöpfung - und schafft maximale Arbeits-Zufriedenheit. Was „passt“, das macht man/frau dauerhaft und mit Zufriedenheit. Und das macht Kontrollen und teure Ersatz-Motivation obsolet. Die intrinsische, die  innen vorhandene Motivation ist die beste, billigste und zuverlässigste Motivation (s. Sprenger: „Mythos Motivation“).

Die oben genannten „Fälle“ gehörten zur Arbeitsamts-Kategorie „schwer" bzw. "nicht vermittelbar“ - sie wurden dennoch erfolgreich von ei­ner Firma, die erstmals ACprofile nutzte, nach kur­zer Zeit vermittelt; 80% der Langzeit-Arbeitslosen!

Der Autor: Dr. Harald Hauschildt

Entwicklungsleiter der ACprofile. Institut Human Resource. „Urkunde In-novationspreis der Deutschen Wirtschaft". Direktions-Management und Ghostwriting bei Spitzen-Verband, mehr als 30jährige Erfahrung als Manager, Ghostwriter, Personalberater, Trainer, Coach. Erfahrungs-Vielfalt (bezüglich Themen, Tools, Zielgruppen) in Wirtschaft und Verwaltung für mittleres und oberes Management bis OB und Ministerrang, Seminare zu Persönlichkeits-Entwicklung und Verhaltenstraining (u.a. Verkauf, Führung, Kommunikation, CI, Teamtraining, Rhetorik). Ausbilder von Trainern, Coachs, Beratern. Studium: Wirtschafts- und Sozialwissenschaften, Pädagogik, Psychologie, Dipl.-Ing., Promotion summa cum laude. Sachverständiger für den Wissenschaftlichen Beirat der BRD, Forschungsaufträge für Universität Bonn, Institut für Marktforschung und Wirtschaftssoziologie. Diverses Praxis-Know-how wie PR/Medien, Vortrags-, Verkaufs-, Verhandlungs-Rhetorik, DISG, Struktogramm/Biostrukturanalyse, Erkenntogramm NLP (Stahl),Lernstile (Grinder) , Gordon-Training, Projekt-Management, Gruppendynamik, GRID, TA, TZI, Akademie für Führungskräfte der Wirtschaft/ AFW Bad Harzburg, Reiki, Kinesiologie, EDU-Kinesthetik, Touch for Health u.a.m. - Vor allem: Pfadfinder-Geist und studierter Entwicklungshelfer. 

Info@ACprofile.com

www.alpha-plus-profile.de

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