KI im Unternehmen einsetzen – eine Landkarte für die wichtigsten Fragen
Zwischen Technik, Anbietern, Daten und Recht: Orientierung in einem unübersichtlichen Gelände
KI im Unternehmen einzusetzen, klingt zunächst nach einer einzelnen Entscheidung: Wir nutzen jetzt KI. Tatsächlich verbergen sich dahinter jedoch sehr unterschiedliche Möglichkeiten und damit auch unterschiedliche Fragen.
Nutze ich eine fertige Anwendung wie ChatGPT oder Copilot? Steckt KI bereits in einer Software, mit der ich ohnehin arbeite? Greife ich direkt auf ein Sprachmodell zu? Oder betreibe ich Modelle sogar in einer eigenen, kontrollierten Umgebung?
Je nachdem, welchen Weg ich wähle, ändern sich die technischen Voraussetzungen – und ebenso die Fragen zu Anbietern, Daten, Verträgen und rechtlichen Anforderungen. Diese Aspekte hängen miteinander zusammen, werden aber häufig getrennt betrachtet. Genau dadurch wird das Thema schnell unübersichtlich.
Eine wichtige Einordnung
Viele Darstellungen zu diesem Thema bleiben sehr allgemein, betrachten ausschließlich Datenschutz oder den EU AI Act oder konzentrieren sich auf einzelne Tools. Was dabei häufig fehlt, ist eine Darstellung, die zunächst einmal zeigt, wie technische, organisatorische und rechtliche Fragen miteinander zusammenhängen.
Sylvie Rumler hat das Thema deshalb so geordnet, dass die Zusammenhänge nachvollziehbarer werden.
Sie ist keine Juristin und dieses Webinar ist keine Rechtsberatung. Es gibt vielmehr Orientierung:
- Welche Möglichkeiten gibt es?
- Wo liegen die wesentlichen Unterschiede?
- Und an welchen Stellen sollte man genauer hinsehen oder fachlichen Rat einholen?
Wenn danach ein Gespräch mit Datenschutzbeauftragten, IT-Fachleuten, Anbietern oder einem Anwalt notwendig wird, weißt du, welche Fragen du stellen willst – und warum.
Dein Nutzen
In diesem Webinar macht Sylvie Rumler die verschiedenen Wege des KI-Einsatzes auf einer gemeinsamen Landkarte sichtbar: von fertiger Software mit eingebauter KI über den direkten Zugang zu Sprachmodellen bis zu Lösungen auf eigener Infrastruktur.
Für jeden dieser Wege schauen wir uns an: Wer ist eigentlich mein Anbieter? Welche weiteren Unternehmen oder Modelle können beteiligt sein? Wohin können Daten gelangen? Welche vertraglichen Regelungen spielen eine Rolle? Und welche rechtlichen Fragen sollte ich zumindest erkannt haben, bevor ich mich für einen Weg entscheide?
Es geht dabei nicht darum, eine einzige „richtige“ Lösung zu finden. Die Landkarte hilft zu verstehen, welche Entscheidung man eigentlich gerade trifft – und welche Fragen zu dieser Entscheidung gehören. Das bedeutet Orientierung und ist für dich wertvoll.
Auf den zweiten Blick
Auf den ersten Blick wirken viele Möglichkeiten erstaunlich ähnlich: Man gibt etwas ein, eine KI verarbeitet es und liefert ein Ergebnis. Auf den zweiten Blick können sich die Wege jedoch erheblich unterscheiden.
Eine KI-Funktion innerhalb einer Unternehmenssoftware ist nicht dasselbe wie ein frei genutzter KI-Dienst. Ein Vertrag mit einem Anbieter beantwortet noch nicht automatisch die Frage, welche weiteren Dienstleister beteiligt sind. Und ein Serverstandort in Europa sagt allein noch nicht alles darüber aus, wie Daten verarbeitet werden.
Im Webinar werden diese Unterschiede Schritt für Schritt sichtbar gemacht, damit aus einem zunächst schwer überschaubaren Thema eine Struktur entsteht.
Nach dem Webinar kannst du:
- die unterschiedlichen Wege erkennen, auf denen KI in einem Unternehmen eingesetzt werden kann – statt nur zu sagen: „Wir nutzen jetzt KI.“
- gezielter hinterfragen, wer tatsächlich hinter einer KI-Lösung steht – vom Anbieter über das eingesetzte Modell bis zu weiteren beteiligten Dienstleistern.
- besser einordnen, welche Daten bei welchem Weg wohin gelangen können.
- erkennen, an welchen Stellen Verträge und Anbieterangaben genauer geprüft werden sollten.
- die wichtigsten rechtlichen Fragen zu deinem jeweiligen Einsatzweg benennen.
- besser einschätzen, wann fachlicher Rat sinnvoll ist – und mit welchen Fragen du in ein solches Gespräch gehst.
Für wen ist das Webinar?
Dieses Webinar richtet sich an Trainer, Coaches, Berater sowie an alle, die den Einsatz von KI im eigenen Unternehmen oder bei ihren Kunden besser einordnen möchten.
Im Mittelpunkt stehen keine Prompt-Techniken und keine einzelnen Tool-Demonstrationen. Stattdessen geht es um die Zusammenhänge zwischen Technik, Anbietern, Daten, Verträgen und Recht – und darum, warum unterschiedliche Wege des KI-Einsatzes auch unterschiedliche Fragen mit sich bringen.
Technisches oder rechtliches Vorwissen brauchst du nicht. Interesse am Thema und der Wunsch, die Zusammenhänge besser zu verstehen, genügen.
Know-how-Nugget

Wer ist eigentlich mein KI-Anbieter?
Wenn du einen KI-Dienst nutzt, ist der Name auf der Oberfläche nicht automatisch die ganze Antwort auf die Frage: Wer verarbeitet hier eigentlich meine Daten?
Hinter einer Anwendung können mehrere Ebenen stehen: der Anbieter der Software, der Betreiber des eingesetzten KI-Modells, ein Cloud-Dienstleister und gegebenenfalls weitere technische Dienstleister. Deshalb lohnt es sich, bei einem neuen KI-Angebot nicht nur auf den Produktnamen zu schauen, sondern die Anbieterstruktur Schritt für Schritt zu prüfen.
Ein einfaches Prüfschema hilft dir dabei:
1. Wer bietet mir die Anwendung an?
Mit welchem Unternehmen schließt du den Vertrag oder dessen Nutzungsbedingungen akzeptierst du?
2. Welches KI-Modell arbeitet im Hintergrund?
Betreibt der Anbieter ein eigenes Modell oder nutzt er beispielsweise ein Modell eines anderen Unternehmens?
3. Welche weiteren Dienstleister können beteiligt sein?
Dazu können insbesondere Cloud-, Hosting- oder Infrastruktur-Anbieter gehören.
4. Was geschieht mit meinen Eingaben und Daten?
Wer kann sie verarbeiten, speichern oder zu technischen Zwecken weitergeben?
Der entscheidende Punkt: Eine KI-Anwendung ist nicht immer nur ein Anbieter und ein System. Wer die beteiligten Ebenen kennt, kann wesentlich gezielter prüfen, welche Verträge, Datenschutzinformationen und rechtlichen Fragen tatsächlich relevant sind.
Praktischer Tipp
Wenn du einen neuen KI-Dienst prüfst, zeichne dir zunächst eine kleine Kette auf:
Du → Anwendung → KI-Modell → Infrastruktur
Ergänze bei jeder Station den jeweiligen Anbieter, soweit du ihn aus Vertrag, Datenschutzerklärung oder Anbieterinformationen erkennen kannst. Schon diese einfache Übersicht zeigt häufig, an welcher Stelle noch Informationen fehlen und welche Fragen du dem Anbieter stellen solltest.
Aha-Effekt: Nicht die Frage „Ist dieser KI-Dienst sicher?“ bringt dich zunächst weiter, sondern: „Wer ist bei diesem konkreten Einsatz eigentlich alles beteiligt?“
Unsere Trainerin

Sylvie Rumler
Sylvie Rumler beschäftigt sich seit Ende 2022 intensiv mit generativer KI und ihren Auswirkungen auf Lernen, Arbeiten und Wissensvermittlung. Sie entwickelt Webinare, Lernangebote und digitale Lernmedien rund um den Einsatz und die Einordnung von KI.
Im Mai 2026 schloss sie ihren Masterstudiengang Erwachsenenbildung mit einer Arbeit zum Thema Erwachsenenlernen in Zeiten generativer KI ab. Darüber hinaus verfügt sie über zahlreiche Weiterbildungen im Bereich Künstliche Intelligenz und digitale Bildung.
Ihr Anliegen ist es, KI verständlich einzuordnen und Entwicklungen nachvollziehbar zu machen – jenseits von Hype, Angstbildern und einfachen Antworten.
Kontakt:
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Termin
Donnerstag, 17.09.2026, 10:00-12:00 Uhr
Investition
TT-Mitglieder: 49,- EURO zzgl. MwSt.
TT-Newsletter-Abonnenten: 69,- EURO zzgl. MwSt.
Gäste: 89,- EURO zzgl. MwSt.
KIMMT-Mitglieder: kostenlos
Teilnahmevoraussetzungen
Vorkenntnisse im Bereich Künstliche Intelligenz sind nicht erforderlich.
Das Webinar richtet sich sowohl an Menschen ohne Erfahrung mit KI als auch an Teilnehmer, die KI bereits regelmäßig nutzen.
Um am Webinar teilnehmen zu können, brauchst du die übliche Technik für Webinare:
- eine Webcam
- ein Mikrofon
- einen Computer oder ein Tablet
Smartphone ist möglich, aber nicht sinnvoll. Weil ich ein recht großes Schaubild zeigen werde, das auf dem Smartphone untergeht.
Nimm teil und lerne, beim Einsatz von KI die richtigen Fragen an Anbieter, IT und Datenschutz zu stellen.
Anmeldung
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Bildnachweis: Sylvie Rumler; Trainertreffen - ChatGPT / Canva