SPEZIALAUSGABE⬟ CLAUDE & ANTHROPICFebruar · März 2026
Quellen: Anthropic Blog · CNBC
TechCrunch · Axios · VentureBeat
CBS News · Bloomberg · The Register
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Pentagon erklärt Anthropic zum „Supply Chain Risk" — Claude-Nutzung für US-Bundesbehörden gestoppt
In einem beispiellosen Schritt erklärte US-Verteidigungsminister Pete Hegseth Anthropic am 27. Februar 2026 zum „Supply Chain Risk to National Security" — eine Einstufung, die bislang ausschließlich für Unternehmen aus feindlichen Staaten wie dem chinesischen Konzern Huawei verwendet wurde. Vorausgegangen waren monatelange Verhandlungen: Das Pentagon verlangte uneingeschränkten Zugang zu Claudes Fähigkeiten für „alle rechtmäßigen Zwecke" einschließlich Massenüberwachung von US-Bürgern und den Einsatz für vollautonome Waffen. CEO Dario Amodei lehnte dies ab. Präsident Trump ordnete daraufhin an, alle Bundesbehörden sollten die Nutzung von Anthropic-Technologie innerhalb von sechs Monaten einstellen. Anthropic kündigte gerichtliche Schritte an und bezeichnete die Maßnahme als „rechtlich unhaltbar". Ironischerweise stieg Claude infolge der Kontroverse in den US-App-Store auf Platz 1 — und die kostenlose Nutzerbasis wuchs um über 60 Prozent.
Anthropics explosiver Start ins Jahr: Neue Modelle, historische Kontroverse und #1 im App Store
Der Februar 2026 wird als einer der dramatischsten Monate in der Geschichte von Anthropic in Erinnerung bleiben. Das Unternehmen startete mit dem Launch von Claude Opus 4.6 am 5. Februar — dem leistungsstärksten Modell der Unternehmensgeschichte mit einem Kontextfenster von einer Million Token, Agenten-Teams in Claude Code und einer Aufgaben-Zeithorizont von bis zu 14,5 Stunden. Zwölf Tage später folgte Claude Sonnet 4.6 als neues Standardmodell für alle Free- und Pro-Nutzer — zum gleichen Preis wie sein Vorgänger.
Am 20. Februar erschütterte Claude Code Security die gesamte Cybersicherheitsbranche: Das Tool scannt Codebasen nach Schwachstellen mit menschlichem Reasoning statt regelbasierter Mustererkennung. Über 500 hochkritische Sicherheitslücken in quelloffenen Projekten wurden entdeckt. Cybersecurity-Aktien brachen massiv ein. Parallel schloss Anthropic eine Finanzierungsrunde über 30 Milliarden Dollar bei einer Bewertung von 380 Milliarden Dollar ab — mehr als doppelt so viel wie im September 2025.
Der Höhepunkt des Monats war jedoch kein Produktlaunch, sondern ein politischer Showdown: Nachdem das Pentagon Anthropic ultimativ aufgefordert hatte, alle KI-Schutzmaßnahmen aufzuheben, verweigerte CEO Dario Amodei die Zustimmung. Die Folge war die erstmalige Anwendung der „Supply Chain Risk"-Einstufung gegen ein US-amerikanisches Unternehmen. Am 2. März kämpfte Claude mit einem weltweiten Ausfall aufgrund der durch die Kontroverse ausgelösten, beispiellosen Nutzernachfrage.
Claude Opus 4.6: Erstes Modell mit 1-Million-Token-Fenster und Agenten-Teams
Am 5. Februar 2026 veröffentlichte Anthropic Claude Opus 4.6 — sein leistungsstärkstes Modell. Die wichtigste Neuerung: ein Kontextfenster von einer Million Token (Beta), das gesamte Codebasen oder umfangreiche Dokumentenbibliotheken in einer einzigen Sitzung verarbeiten kann. Auf dem MRCR-v2-Benchmark zur Informationssuche in langen Texten erzielte das Modell 76 Prozent — verglichen mit 18,5 Prozent beim Vorgänger Sonnet 4.5. Neu ist außerdem die Funktion „Agent Teams" in Claude Code: Mehrere KI-Agenten können parallele Teilaufgaben übernehmen und direkt miteinander koordinieren. Anthropic bezeichnete die Ära als „Vibe Working" — analog zum Vibe Coding überträgt Opus 4.6 agentenbasiertes Arbeiten auf alle Wissensberufe, nicht nur Entwickler.
Opus 4.6 erreicht die höchste Bewertung auf Terminal-Bench 2.0, dem Agentic-Coding-Benchmark, und führt bei „Humanity's Last Exam", einem multidisziplinären Reasoning-Test. Auf GDPval-AA, das wirtschaftlich wertvolle Aufgaben in Finanzen, Recht und anderen Bereichen bewertet, übertrifft Opus 4.6 OpenAIs GPT-5.2 um rund 144 Elo-Punkte, was einem Sieg in rund 70 Prozent der direkten Vergleiche entspricht. Der Preis bleibt unverändert bei 5 Dollar pro Million Input-Token und 25 Dollar pro Million Output-Token. Für Prompts über 200.000 Token gilt ein Premium-Preismodell. Entwickler können das Modell über die API mit dem Bezeichner „claude-opus-4-6" ansprechen.
Benchmark · Performance
Benchmarks: Opus 4.6 übertrifft GPT-5.2 auf Wirtschafts- und Finanzaufgaben deutlich
Auf dem Finance-Agent-Benchmark nimmt Opus 4.6 den ersten Platz ein. BrowseComp, ein Test für tiefe agentenbasierte Webrecherchen, wird ebenfalls von Opus 4.6 angeführt. Auf dem langen MRCR-v2-Benchmark (1M-Token-Nadel-im-Heuhaufen-Test) erzielte das Modell 76 Prozent gegenüber 18,5 Prozent für den Vorgänger. Im Vending-Bench 2, einem Langzeit-Wirtschaftssimulations-Benchmark, verdient Opus 4.6 rund 3.050 Dollar mehr als Opus 4.5. Das Modell ist laut METR-Evaluation fähig, Aufgaben eigenständig über 14,5 Stunden durchzuführen — der längste Zeithorizont aller bislang evaluierten Modelle.
Anthropic führte ausführliche Sicherheitsevaluationen durch, deren Ergebnis eine insgesamt sichere Verhaltensweise von Opus 4.6 zeigte — vergleichbar mit oder besser als andere aktuelle Modelle. Das Modell verfügt über ein neues „Adaptive Thinking"-Feature, das kontextabhängig entscheidet, wie tief die erweiterte Denkfunktion genutzt werden soll. Entwickler können zudem den neuen Effort-Parameter nutzen (low/medium/high/max), um zwischen Reasoning-Tiefe, Geschwindigkeit und Kosten abzuwägen.
Modelle · Standard
Sonnet 4.6 als neues Standardmodell für alle Free- und Pro-Nutzer
Am 17. Februar 2026 veröffentlichte Anthropic Claude Sonnet 4.6 — das neue Standardmodell für Free- und Pro-Plan-Nutzer auf claude.ai und Claude Cowork. Der Preis bleibt identisch mit Sonnet 4.5 (3 bzw. 15 Dollar pro Million Token). Das Modell bietet erhebliche Verbesserungen beim Coding, Computer Use (72,5 % auf OSWorld-Verified), Long-Context-Reasoning sowie ein 1-Millionen-Token-Kontextfenster in der Beta-Phase — doppelt so groß wie zuvor. Entwickler, die frühzeitig Zugang hatten, bevorzugten Sonnet 4.6 gegenüber Sonnet 4.5 in rund 70 Prozent der Fälle.
Sonnet 4.6 schließt die Lücke zum Opus-Niveau erheblich: Bei realen Büroaufgaben und Coding-Szenarien erreicht es laut Anthropic oft Opus-Niveau-Performance, ohne den höheren Preis. Das Modell zeigt außerdem eine deutlich verbesserte Resistenz gegenüber Prompt-Injection-Angriffen — ähnlich gut wie Opus 4.6. In Claude Code wird Sonnet 4.6 ebenfalls als Standard gesetzt. Anthropic hob hervor, dass „Performance, die früher ein Opus-Klasse-Modell erfordert hätte — einschließlich real-world wirtschaftlich wertvoller Büroaufgaben — jetzt mit Sonnet 4.6 verfügbar ist."
Modelle · Office-Integration
Claude in PowerPoint und aktualisiertes Excel-Add-in mit Opus 4.6
Mit dem Launch von Opus 4.6 am 5. Februar veröffentlichte Anthropic auch Claude in PowerPoint als Research Preview — eine direkte Integration des KI-Assistenten in Microsoft-Präsentationen. Gleichzeitig wurde das Claude-in-Excel-Add-in auf Opus 4.6 aktualisiert und mit nativen Excel-Operationen wie Pivot-Table-Bearbeitung und bedingter Formatierung erweitert. Beide Office-Integrationen sind Teil von Anthropics Strategie, Claude für Wissensarbeiter ohne Programmierkenntnisse zugänglich zu machen.
Die Office-Integrationen sind Teil von Claudes breiteren Ambitionen im „Cowork"-Ökosystem. Claude Cowork — ursprünglich im Januar 2026 für Pro-User auf macOS gestartet — ermöglicht agentenbasiertes Arbeiten für Nicht-Entwickler: Aufgaben wie das Recherchieren aus Dutzenden von Quellen, Erstellen von Berichten oder Verwalten komplexer Dokument-Workflows sollen damit automatisierbar werden, ohne eine einzige Zeile Code schreiben zu müssen.
Sicherheit · Claude Code
Claude Code Security: KI-gestützter Vulnerability-Scanner erschüttert Cybersecurity-Branche
Am 20. Februar 2026 veröffentlichte Anthropic Claude Code Security — ein Tool, das Codebasen nach Sicherheitslücken durchsucht und Patches vorschlägt, dabei Code wie ein menschlicher Sicherheitsforscher „liest" statt regelbasierter Mustererkennung zu nutzen. Claude Opus 4.6 entdeckte dabei über 500 hochkritische Schwachstellen in quelloffenen Projekten, die jahrzehntelang unentdeckt geblieben waren. Die Reaktion der Börsen war unmittelbar: CrowdStrike fiel um bis zu 18 Prozent, Palo Alto Networks um 7,3 Prozent.
Claude Code Security ist als Research Preview für Enterprise- und Team-Kunden verfügbar; Open-Source-Maintainer können bevorzugten Zugang beantragen. Das menschliche Vier-Augen-Prinzip bleibt zentral: „Nichts wird ohne menschliche Genehmigung angewendet — Claude Code Security identifiziert Probleme und schlägt Lösungen vor, aber Entwickler treffen immer die finale Entscheidung." Jeder Fund durchläuft einen mehrstufigen Verifizierungsprozess inkl. Schweregrad-Bewertung. Das Tool ist in das bestehende Claude-Code-Interface integriert.
Unternehmen · Finanzierung
Anthropic schließt 30-Milliarden-Dollar-Runde ab — Bewertung auf 380 Mrd. Dollar verdoppelt
Am 12. Februar 2026 bestätigte Anthropic den Abschluss einer Finanzierungsrunde über 30 Milliarden Dollar bei einer Post-Money-Bewertung von 380 Milliarden Dollar — mehr als doppelt so viel wie beim letzten Abschluss im September 2025. Das Jahresumsatz-Annualisierungsäquivalent stieg auf 14 Milliarden Dollar. Claude Code erzielte dabei einen annualisierten Umsatz von 2,5 Milliarden Dollar. Unternehmenskunden, die mehr als 100.000 Dollar jährlich für Claude ausgeben, haben sich siebenfach gegenüber dem Vorjahr gesteigert.
Die frischen Mittel sollen für Infrastrukturausbau, Forschung und Enterprise-Produkte genutzt werden. CFO Krishna Rao betonte: „Ob Unternehmer, Startups oder die größten Konzerne — die Botschaft unserer Kunden ist dieselbe: Claude wird zunehmend geschäftskritisch." Anthropic erwirtschaftet rund 80 Prozent seines Umsatzes mit Enterprise-Kunden. Kunden mit einem jährlichen Claude-Spend über einer Million Dollar wuchsen von etwa 12 vor zwei Jahren auf mehr als 500.
Unternehmen · Akquisition
Anthropic übernimmt Vercept zur Stärkung des Computer-Use
Im Februar 2026 gab Anthropic die Übernahme von Vercept bekannt — einem Startup, das sich auf Wahrnehmungs- und Interaktionsprobleme für KI-Systeme in realen Software-Umgebungen spezialisiert hatte. Die Vercept-Gründer Kiana Ehsani, Luca Weihs und Ross Girshick stoßen zum Team, das Claudes Computer-Use-Fähigkeiten weiterentwickelt. Auf OSWorld-Verified erzielte Sonnet 4.6 bereits 72,5 Prozent — ein Anstieg von unter 15 Prozent Ende 2024. Vercept soll dabei helfen, menschenähnliche App-Interaktion weiter voranzubringen.
Vercept wird sein externes Produkt in den kommenden Wochen einstellen und sich vollständig der Weiterentwicklung von Claudes Computer-Use widmen. Die Akquisition folgt auf die Übernahme von Bun, die Anthropic ebenfalls im selben Zeitraum tätigte. Computer Use bezeichnet Claudes Fähigkeit, Software wie ein Mensch zu bedienen: durch Klicken, Tippen und Navigieren in Benutzeroberflächen — ohne spezifische API-Anbindungen.
Regulierung · Pentagon · KW09
Pentagon-Showdown: Anthropic verweigert uneingeschränkten Zugang zu Claude für Militär
In einer beispiellosen Auseinandersetzung verlangte das US-Verteidigungsministerium im Februar 2026 von Anthropic, alle Nutzungsbeschränkungen für sein KI-Modell Claude aufzuheben — einschließlich der Verbote für Massenüberwachung US-amerikanischer Bürger und vollautonome Waffen. CEO Dario Amodei lehnte in einem öffentlichen Statement ab: „Wir können dem Verlangen des Ministeriums in gutem Gewissen nicht nachkommen." Das Pentagon setzte eine Frist bis zum 27. Februar 17:01 Uhr Ortszeit.
Hintergrund des Konflikts: Claude war das einzige KI-Modell, das in klassifizierten Systemen des US-Militärs eingesetzt wurde — unter anderem bei der Operation zur Gefangennahme des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro. Das Pentagon argumentierte, dass es unzumutbar sei, einzelne Einsätze mit einem privaten Unternehmen abstimmen zu müssen. Verteidigungsminister Hegseth nannte Amodei einen „Lügner" mit einem „Gotteskomplex". Hunderte Google- und OpenAI-Mitarbeiter unterzeichneten in den folgenden 24 Stunden eine Petition mit der Forderung, ihre Unternehmen sollten Anthropics Position übernehmen.
Regulierung · Nationale Sicherheit
„Supply Chain Risk": Erstmals in der Geschichte gegen ein US-amerikanisches Unternehmen angewandt
Die Einstufung von Anthropic als „Supply Chain Risk to National Security" durch Verteidigungsminister Hegseth am 27. Februar 2026 ist historisch präzedenzlos: Bislang wurde die Maßnahme ausschließlich gegen Unternehmen aus feindlichen Staaten wie Huawei eingesetzt. Die Entscheidung verpflichtet alle Pentagon-Auftragnehmer zu zertifizieren, dass sie Claude nicht in ihren Arbeitsabläufen einsetzen. Anthropic wies die Maßnahme als „rechtlich unhaltbar" zurück und kündigte gerichtliche Schritte an.
Rechtsexperten wiesen auf eine eklatante Widersprüchlichkeit hin: Das Pentagon hatte Claude als „unverzichtbar für die nationale Sicherheit" bezeichnet und sogar erwogen, den Defense Production Act anzuwenden, um den Zugang zu sichern — und deklarierte das Unternehmen wenige Tage später als Sicherheitsrisiko. OpenAI-CEO Sam Altman verkündete noch am selben Abend eine Vereinbarung mit dem Pentagon, wobei das Unternehmen nach eigenen Angaben dieselben Kernprinzipien wie Anthropic beibehielt.
Gesellschaft · Öffentliche Reaktion
Ironie des Schicksals: Claude klettert auf Platz 1 im US-App Store — Nutzerzahlen explodieren
Die Pentagon-Kontroverse löste eine unerwartete Marketingwelle aus: Claude erreichte Platz 1 im US-App Store, die kostenlose Nutzerbasis wuchs um über 60 Prozent seit Januar 2026, Neuregistrierungen verdreifachten sich gegenüber November 2025, und zahlende Abonnenten haben sich seit Oktober 2025 mehr als verdoppelt. In sozialen Medien entstanden Boykott-Aufrufe gegen ChatGPT, nachdem OpenAI den Pentagon-Vertrag übernahm. Anthropic-Mitarbeiter und Silicon-Valley-Kreise zeigten sich öffentlich solidarisch.
Laut einem Bericht von OpenRouter auf Axios belegte Claudes Sonnet 4.5 im Februar 2026 den fünften Platz unter allen KI-Modellen auf der Plattform — hinter zwölf Modellen, die OpenAI in dem Monat übertrafen. Elon Musk kritisierte Anthropic auf X mit dem Kommentar, das Unternehmen „hasse westliche Zivilisation." Der langfristige Geschäftsschaden durch den Pentagon-Kontraktverlust (bis zu 200 Millionen Dollar Auftragswert) bleibt ungewiss, da das Unternehmen die Maßnahme anfechten will.
Am 2. März 2026 erlebten tausende Nutzer weltweit einen fast dreistündigen Ausfall von claude.ai, Claude Code und der mobilen Claude-App. Auf dem Höhepunkt meldeten fast 2.000 Nutzer bei Downdetector Probleme — mit HTTP-500- und 529-Fehlern, Login-Ausfällen und eingefrorenen Prompts. Anthropic führte den Ausfall auf „unprecedented demand" der vergangenen Woche zurück. Die Claude-API für Entwickler blieb funktionsfähig. Ein Fix wurde um 15:42 Uhr MEZ implementiert.
Anthropic erklärte, dass das Kernproblem in der Login/Authentifizierungs-Infrastruktur lag, nicht in den KI-Modellen selbst: „Die Claude-API funktioniert wie vorgesehen. Die Probleme betreffen claude.ai und die Login-/Logout-Pfade." Unternehmen, die Claude-Modelle über eigene Systeme integrierten, waren nicht betroffen. Der Ausfall folgte auf einen kleineren Zwischenfall am 28. Februar, was auf eine Phase hoher Infrastrukturbelastung hindeutet.
Code · Entwickler-Tools
Claude Code: Auto-Memory, /simplify, /batch und HTTP-Hooks im Februar-Update
Anthropic veröffentlichte im Februar 2026 mehrere wichtige Updates für Claude Code: Das Werkzeug speichert jetzt automatisch nützlichen Kontext in einem „Auto-Memory" (verwaltbar über /memory), neue Slash-Befehle /simplify und /batch vereinfachen häufige Workflows, und HTTP-Hooks ermöglichen es, JSON an beliebige URLs zu senden statt Shell-Befehle auszuführen. VSCode-Remote-Sessions sind jetzt im Konversationsverlauf sichtbar. Außerdem wurden Speicherlecks in der Git-Root-Erkennung und dem JSON-Parsing-Cache behoben.
Weitere Neuerungen: Projekt-Konfigurationen und Auto-Memory werden jetzt über Git-Worktrees desselben Repositories geteilt. Eine neue Umgebungsvariable (ENABLE_CLAUDEAI_MCP_SERVERS=false) erlaubt das Deaktivieren von claude.ai MCP-Servern. Der /model-Befehl zeigt jetzt das aktive Modell im Slash-Command-Menü an. Ein manueller URL-Fallback wurde für die MCP-OAuth-Authentifizierung hinzugefügt.
Enterprise · Global
Anthropic eröffnet Büro in Bangalore — Partnerschaft mit Infosys für Indien-Expansion
Im Februar 2026 eröffnete Anthropic sein Büro in Bangalore und schloss eine strategische Partnerschaft mit dem indischen IT-Konzern Infosys. Gemeinsam wird Claude in regulierten Branchen wie Telekommunikation, Finanzdienstleistungen und Fertigung eingesetzt. Indien ist bereits der zweitgrößte Markt für claude.ai weltweit, wobei fast die Hälfte der Nutzung auf die Entwicklung von Anwendungen und das Deployen von Produktionssoftware entfällt. Anthropic hat zudem das Trainingsdaten-Repertoire für zehn indische Sprachen ausgebaut, darunter Hindi, Bengalisch, Tamil und Telugu.
Die Infosys-Partnerschaft kombiniert Claude mit der eigenen KI-Plattform des Unternehmens, um Softwareentwicklung unter den Governance-Anforderungen großer Unternehmen zu beschleunigen. Die Investition in indische Sprachkompetenz spiegelt die Bedeutung des Markts wider: Indien steht für mehr Nutzung als jedes andere Land außer den USA, wobei ein großer Teil produktive, codebasierte Nutzung ist.