Berichte-Dresden

Kerstin Mende Foto2018

Moment mal!

Mit Körper, Geist und Seele ganz im Hier und Jetzt

Ich schreibe diesen Artikel am 21. Juni – Sommersonnenwende, längster Tag des Jahres, kürzeste Nacht. In der Früh werde ich gegen 4 Uhr mit einem Vogelkonzert geweckt – Moment mal! Eigentlich wäre es jetzt erst 3 Uhr. Nun ja, der frühe Vogel fängt bekanntlich den Wurm. Die Vögel halten sich nicht an die verordnete Zeitumstellung.

Die Zeit scheint schnell wie ein Vogel zu fliegen, das Jahr ist schon wieder zur Hälfte vorbei. Dieser Tag ist perfekt, um für die Regionalgruppe des Trainertreffens in Dresden eine Halbjahresbilanz zu ziehen. Was haben wir uns für 2019 vorgenommen, was davon konnten wir bereits umsetzen und auf welche Aktionen können wir uns in diesem Jahr noch freuen?

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Wir starteten zum Jahresbeginn mit einem Treffen zum Austausch über geeignete Methoden für Großgruppen. Auch wenn nicht jeder von uns in diesem Kontext arbeitet, so gab es doch für alle interessante Anregungen und Einsichten. Bei unserem zweiten Treffen reflektierten wir unseren eigenen Umgang mit Ärgernissen in der Trainertätigkeit. Verdeckte Aufträge, arrogantes Verhalten, fehlende Umsicht bis hin zu leeren Flipchartstiften, die Trainerkollegen, statt sie auszusortieren, in den Moderationskoffer zurücklegen – die großen und kleinen „Aufreger“ unseres Arbeitsalltages durften sich an einem Abend mal wichtigmachen. Wir hatten Spaß dabei, sie ernst zu nehmen und dann doch den Fokus wieder auf die schönen Momente in unserer Arbeit zu richten.

Bericht zum TT-Dresden:

Was bringt uns Trainer auf die Palme? Und wie kommen wir da wieder runter?

 

Das Thema des Abends lässt es schon erahnen – es ging um Anti-Ärger-Strategien. Alex stimmte uns liebevoll provokant auf das Thema ein. Zunächst sammelte er unsere großen und kleinen Ärgernisse und wir fanden wieder einmal bestätigt, dass die Auslöser für Stress und Ärger individuell sehr verschieden sind. An konkreten Beispielen führte uns Alex dann methodisch geschickt zum Perspektivenwechsel. Welche Stärken stecken in einem „ungehobelten“ Verhalten? Was spricht dafür, das eigene Handeln nicht zu reflektieren oder unachtsam durchs Leben zu gehen? Was habe ich für einen Gewinn, wenn ich mich ausnutzen lasse? Leben Egoisten gesünder? Unsere Diskussionen führten wir dabei durchaus kontrovers.

Bericht zum TT-Dresden:

Methoden für (Groß)Gruppentrainings

TT Dresden Januar 2019

Worldcafé, Disney-Rollen, Platzdeckchen und Magisches Dreieck – viele Trainer unserer Regionalgruppe kannten diese Methoden bereits. Darum stand der Erfahrungsaustausch zur Eignung, zu Rahmenbedingungen und eigens entwickelten Varianten dieser Tools im Mittelpunkt unseres ersten 2019er Treffens. Bei den intensiven Gesprächen wurde mir wieder deutlich, wie bereichernd es ist, wenn Trainer, die sonst zumeist als Einzelkämpfer unterwegs sind, gern ihr Wissen und ihre Erfahrungen mit den Kolleg/innen teilen und den Kooperationsgedanken mit Leben erfüllen. Ein herzliches Dankeschön an alle Mitwirkenden für diesen gelungenen Trainertreffenauftakt im neuen Jahr.

Pleiten, Pech und Pannen

Welcher Trainer redet schon gern darüber, wenn mal etwas im Seminar oder beim Coaching so richtig schief gegangen ist? Dabei wissen wir doch alle, wie wichtig es ist, Fehler zu machen. Wie sagte schon Vera F.Birkenbihl – Fehler sind unsere besten Lernfreunde.

Das nahmen wir uns nun in Dresden zu Herzen und gestalteten unser Regionalgruppentreffen am 24.August als „Fuckup Night“. Bewusst gaben wir Pleiten, Pech und Pannen in unserem Trainerleben eine Bühne.

Das eigene Trainerprofil schärfen

Zum Thema „Profilschärfung“ hatten wir uns für das 3.Regionalgruppentreffen des Jahres erstmalig Unterstützung durch eine externe Referentin eingeladen. Kathrin Fehlau war dafür extra aus München angereist.

In ihrem Vortrag machte uns Kathrin mit wesentlichen Schritten vertraut, die uns helfen, unsere Kernidentität als Trainer und Coaches herauszuarbeiten und unser Profil darauf aufbauend zu kreieren.

Begeistert machten wir uns an die Übung zur Biografiearbeit und interviewten uns gegenseitig. Schon in dieser kurzen Übung wurde uns deutlich, wie wichtig diese Vorarbeit ist, wenn wir als Trainer sichtbar sein und gezielt die für uns richtigen Kunden ansprechen wollen. Marketinginstrumente wie Homepage, Flyer oder auch die Visitenkarte können erst dann eine Aussagekraft über uns entwickeln, wenn wir wirklich wissen, was wir wollen. Authentizität ist Voraussetzung für nachhaltigen Erfolg und die eigene berufliche Zufriedenheit.