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Archetypen der Seele®: Entwicklungsziel – wo die Seele hin will

Marion Lockert Marion Lockert

Archetypen der Seele®

Entwicklungsziel – wo die Seele hin will

Marion Lockert

Meine Arbeit als Trainerin und Coach wird seit einigen Jahren durch das Modell der Archetypen der Seele® bereichert. In dieser Serie stelle ich Ihnen verschiedene Aspekte des Modells vor und Berichte über meine Erfahrungen damit. Vielleicht kann ich Sie zu ein paar ungewöhnlichen Sichtweisen inspirieren und neue Impulse für die Selbst- und Fremderforschung geben.

Das Modell

Wir sprechen häufig von einer „Seele“ – doch haben die wenigsten eine klare Vorstellung davon, was das eigentlich ist. Ein umfassendes Modell einer seelischen Struktur bieten die Archetypen der Seele®. Aus 49 möglichen Komponenten bildet sich nach dieser Typologie für jedes Individuum eine 7-teilige Persönlichkeitsmatrix, die unsere Seele für ihr Wachstum nutzt - und die Seele scheint damit ein Ziel zu verfolgen!

Das Entwicklungsziel

Von allen 7 Matrixelementen (siehe mein Artikel im TrainerJournal 5/11) hat das Entwicklungsziel meine Landkarte von dem, was persönliches Wachstum heißen könnte, am meisten erweitert. Bin ich bisher doch davon ausgegangen, dass alle Menschen das gleiche Ziel hätten: nämlich immer gelassener und liebevoller zu werden. Und nun erfahre ich von Zielen wie „Beschleunigen“ oder gar „Ablehnen“ (siehe Kasten)!

Entwicklungsziel – was bedeutet das überhaupt? Es geht hier nicht darum, sich im moralischen Sinne zu vervollkommnen. Eher sollen Menschen möglichst viele unterschiedliche Erfahrungen machen, die für die Entwicklung - nicht nur der Seele - wertvoll sind. Dabei sollen alle Aspekte unserer Welt erfahren werden. Die Entwicklungsziele werden durch drei gegensätzliche Ziel-Paare und einem neutralen Ziel gebildet: Verzögern und Beschleunigen; Ablehnen und Akzeptieren; Herrschen und Unterordnen; neutraler Mittelpunkt ist der Stillstand.

Zu abstrakt? Denken Sie an jemanden, der seit zig Jahren einer Tätigkeit im Archiv einer Verwaltung nachkommt, oder an jemanden, der sich mit einer Gehbehinderung auseinandersetzen muss. Wenn seine Seele als Ziel „Verzögerung“ anstrebt, bei der die Rückschau eine schnelle Bewegung verhindert, bekommt sein Handeln und Sein eine besondere Schlüssigkeit und es wird verständlicher, warum jemand dort genau richtig ist.
Brisanter: Denken wir an einen Koma-Patienten. Wer weiß schon, was in solch einem Menschen vorgeht. Nehmen wir an, dass es ein Entwicklungsziel „Stillstand“ gibt, können wir leichter annehmen, dass auch diese Art des Daseins sinnvolle Erfahrungen liefern könnte.

Einigen Menschen bürdet das „Schicksal“ scheinbar mehr auf, als anderen. Sie „müssen“ mehr bewältigen, haben häufiger große Herausforderungen als andere, kommen öfter in Situationen, in denen viele unterschiedliche Erfahrungen gemacht werden können. Das ist mit dem Entwicklungsziel „Beschleunigung“ angesagt.

Abb.: Die 7 Universellen Entwicklungsziele

Das Archetypenmodell als Coachingansatz

Welche Konsequenzen hat das z.B. für ein Führungskräftetraining oder ein Coaching? Hier ein Beispiel: Frau L. ist Chefin einer Werbeagentur, die sie mit großer Hingabe und viel Schwung führt. Sie hat eine neue Assistentin, mit der es immer wieder unterschwellig zu Reibereien kommt. Frau L., die sich sonst gut durchsetzen kann, erlebt sich in Gegenwart ihrer Mitarbeiterin als eher schwach.

Frau L. kennt ihre Matrix und weiß, dass ihr Entwicklungsziel „Unterordnen“ ist – ein Ziel, das zu Führungskräften besonders passt, da sie durch dieses Entwicklungsziel (mit Krieger-Energie) ihrer Aufgabe besonders hingebungsvoll dienen. Im Coaching arbeiten wir anhand der Verhaltensweisen der Assistentin heraus, dass sie als Entwicklungsziel wahrscheinlich „Herrschen“ hat. Kein Wunder also, wenn Frau L. sich instinktiv dieser Königsenergie unterordnet: Denn wenn in schwierigen Begegnungen der Minus- und damit der Angstpol von Beiden angetriggert wird, trifft „Unterwerfung“ auf „Diktatur“ – klar, wie Konflikte dann ausgehen!

Vor diesem Hintergrund wird Frau L. klar, dass sie bei dieser Mitarbeiterin ihre Führungsposition besonders herausstellen muss, um Akzeptanz zu bekommen. Bisher hatte sie eigenes „Sich-als-Führungskraft-herausstellen“ als unangemessen beurteilt – „Selbstverleugnung“ als Hauptangst hat diese Haltung gefördert.
Die Erkenntnis, dass ihre Mitarbeiterin die weichere 3er-Energie (Unterordnen) nicht als Führung wahrnehmen kann, gibt ihr die innere Erlaubnis, stärker in ihre Kraft zu gehen. Nach ein paar Übungen, die ihre eigenen 7er-Energie-Ressourcen (andere Matrixelemente der 7er-Reihe) aktivieren, fällt ihr dieDurchsetzungskraft entschieden leichter, und die Mitarbeiterin beginnt zu folgen!

Das Entwicklungsziel als ständige persönliche Herausforderung annehmen

Ein anderer Klient, nennen wir ihn Herrn M., kommt mit der Klage, dass er immer wie gegen Windmühlen angehen müsse. Bei vielen Gelegenheiten spüre er, dass andere ihm mit viel Skepsis und Vorbehalten gegenüberträten – nun habe er beschlossen, dass er mit diesen Skeptikern nichts mehr zu tun haben wolle. Näheres Fragen zeigt, dass er sich mit dieser Entscheidung nicht wirklich wohl fühlt. Sein Wunsch: leichter in Kontakt zu sein.

Wir arbeiten im Coaching als Entwicklungsziel „Ablehnen“ heraus. Eltern, Herkunft, Hilfsangebote – all das hat Herr M. bisher in der Tat verurteilt und abgelehnt. Er ist sehr geübt darin, in Dingen die negativen Aspekte zu sehen und diese Haltung zu konservieren. Die Folge: auch er erfuhr häufig Ablehnung, was typisch für dieses und andere Ziele ist. Die Erfahrung wird aktiv und passiv gemacht.

Diese Erklärung ist für M. völlig schlüssig und lässt seine Erlebnisse in einem anderen Licht erscheinen. Besonders erleichternd ist für ihn dann auch, viele Situationen seines Lebens zu erarbeiten, in der seine Urteilskraft (Pluspol) häufig klar und zutreffend gewesen ist. Diesen inneren Zustand machen wir durch Fokussing-Übungen bewusst und ankern ihn. So wird eine innere Orientierung möglich, die seiner Persönlichkeit und seinem Entwicklungs-Ziel gerecht wird.

Literaturempfehlungen

Dr. Varda Hasselmann, Frank Schmolke, Archetypen der Seele: Die seelischen Grundmuster - Eine Anleitung zur Erkundung der Matrix. Goldmann-Verlag 2010, völlig überarbeitete ergänzte Auflage, 14,99 €

Zur Autorin

Marion Lockert, Management- und Persönlichkeits-Trainerin, NLP-Lehrtrainerin, Expertin für Aufstellungsarbeit, Lehr-Coach und Spirituelle Wegbegleiterin, ist Leiterin des „TT-Forschungskreises Archetypen der Seele – Spiritualität im Business“. Sie beschäftigt sich seit 16 Jahren intensiv mit diesem Modell. Sie ist zudem von Dr. Varda Hasselmann und Frank Schmolke persönlich als Matrix-Aufstellerin autorisiert und empfohlen. Gemeinsam mit anderen Trainern, Beratern und Coaches erforscht sie das Archetypen-Wissen auf den Einsatz auch im Business. Erste Ergebnisse der Forschungsarbeit zeigen bereichernde Ergebnisse und lassen auf ungewöhnliche und vielfältige Anwendungsmöglichkeiten hoffen.

Kontakt:

Marion Lockert Institut
Marion Lockert
Richard-Wagner- Straße 11
D-30177 Hannover
Tel. 0511-76351690
Fax -763 51 69-4
ml@marion-lockert-institut.de
www.marion-lockert-institut.de

 

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