TT-Veranstaltungen

Was nützt es, wenn ich authentisch bin, jedoch dennoch negativ auf meine Seminarteilnehmer wirke? Muß alles, was der Seminarleiter tut, perfekt sein? Fragen, die durchaus sehr kontrovers diskutiert werden können.-  Wie sag' ich's meinen Teilnehmern - war das Thema, dessen sich einmal wieder ein Referent aus den eigenen Reihen angenommen hatte. Fred Kastens, der sich zur Zeit intensiv mit "Verhaltensorientiertem Training" nach Michael Grinder auseinandersetzt, demonstrierte den Besuchern des 52. Trainertreffen Hannover gekonnt, welches "Handwerkszeug" Trainerinnen und Trainern helfen kann, z.B. die Akzeptanz zu behalten und auch schwierige Gruppensituationen zu meistern. Dass er in seinem Referat das Publikum von Anfang bis Ende mit einbeziehen konnte, zeigte u.a., dass soeben besprochene "Techniken" auch sofort wirken konnten. Es war der 8. Dezember und damit Vorweihnachtszeit. So hatte das Orga-Team des TTH sich für die Zeit nach der Essenspause etwas Besonderes ausgedacht: Mit Tee, Kaffee und Punsch, zu denen an adventlich gedeckten Tischen weihnachtliches Gebäck gereicht wurde, konnte in kleinen Gruppen munter weiter diskutiert werden.

51. Trainertreffen Hannover, 6.10.2000, Median-Hotel, Lehrte

Man muss dabei gewesen sein, um es verstehen zu können! - Der Versuch, auch nur einigermaßen zutreffend wiederzugeben, was Claus-G. Diers den Teilnehmern am 51. Trainertreffen Hannover präsentierte, bleibt Stückwerk. Anfänglich mag sich mancher gefragt haben, was die Ausführungen mit dem Thema zu tun haben - "Als Führungskraft "einsame Spitze?" Doch im Verlauf wurden die Zusammenhänge immer mehr klar und der Bezug zur Arbeit der Führungskräfte transparenter. Mit der Darstellung der Funktionsweisen zwischen Bewusstsein, Unterbewusstsein und Unbewusstem und ihrer Bedeutung für die Ent-wicklung des Individuums wurden auch Möglichkeiten und Grenzen unserer Arbeit mit dem Menschen im Verhaltensbereich deutlicher. "Man kann nur bewegen, was beim anderen dran ist, bewegt zu werden", so Claus G. Diers zu diesen Möglichkeiten und Grenzen. Und "man muss Führungskräfte (und Trainer!) ,auf-regen' (es muss sich im Unbewussten etwas ,regen', hin-,auf" ins Bewusstsein), damit sie lernen können. Lernen heißt Auf-regen!"

"Zukunft der Weiterbildung" war das Thema der Podiumsdiskussion, zu dem das TT-Hannover am 30. 6. 2000 geladen hatte. Es diskutierten Britta Quade-Cherek (Leiterin Abt. Personalentwicklung - Führungs­kräfte, Preussag AG, Hannover), Dietrich Over (Group Management Development, Volkswagen Coaching Gesellschaft, Wolfsburg), Dr. Werner Graf (Head of Organisational and Human Resources Development, Continental AG, Hannover), Rainer Damerau (Leiter Organisationsentwicklung, Bahlsen GmbH & Co. KG, Hannover), Rainer Kassebeer (Leiter Abt. Personal, Deutsche Messe AG, Hannover) und Prof.Dr. Peter von Mitschke-Collande  (Institutsleiter Weiterbildungsstudium Arbeitswissenschaft (WA), Uni-Hannover). Gute Chancen für die Unternehmen, die Zukunft zu meistern sieht Prof. Peter von Mitschke-Collande nur, wenn Fragen von Bildung und Weiterbildung im gesamtgesellschaftlichen Rahmen neu gesehen werden. Es geht darum, die Bildungskarriere des Menschen vom Kindergarten bis in die Unternehmen zu begleiten und damit die Entwicklung des Individuums zu fördern. "Auch unsere Universitäten bilden in der Regel zu wenig praxis­orientiert aus", urteilte Dietrich Over und unterstrich "oft werden noch Einzelkämpfer erzogen, denen Sozialkompetenz, Team- und Projektarbeit Fremdworte sind." Priorität wird die Entwicklung der Führungskräfte haben. "Organisationsentwicklung muss Nutzen schaffen. Sie geht vornehmlich über die Führungskräfte, die die Qualifizierung ihrer Mitarbeiter als ihren originären Job betrachten müssen" so Rainer Damerau. Selbstkritisch stellte die Runde fest, dass Unternehmen lernen müssen, Mitarbeitern Möglichkeiten zu bieten, das Gelernte auch zu leben.

53. Trainertreffen Hannover, 20.02.2001: Diesmal fand das Trainertreffen im Rahmen der "Bildungsmesse 2001" in Hannover an einem Dienstag statt. Mit über 80 Teilnehmern war der große Seminarraum im Median-Hotel in Lehrte bis auf den letzten Platz gefüllt. Olala! konnte da nur jeder sagen - und Olala Entertainment hieß auch die Theatergruppe aus Braunschweig, die sich auf "Unternehmenstheater" spezialisiert hat. Stefanie Theis präsentierte ihr Unternehmen, unterstützt von Roland Voß (VW-Coaching) und Thomas Hartmann (Kabarett Stolpersteine, Nord-LB) - beide erfahren im praktizierenden Unternehmenstheater. An diesem Abend wurde die "Generalprobe der Victorverleihung" vorgestellt. Was der "Oscar" für die Filmszene bedeutet, ist der "Victor" für die besten Stücke im Unternehmenstheater. Wie bei der echten Oscar-Verleihung wurden auch hier "nominierte Mitwirkende" aus dem Publikum ausgewählt und auf die Bühne gebeten. Der Überraschungseffekt war gegeben.