Handbuch Active Training

Bernd Weidenmann

Handbuch Active Training

Die besten Methoden für lebendige Seminare

Beltz Verlag Weinheim und Basel,

2., erweiterte Auflage 2008
ISBN 978-3-407-36460-9

Schluss mit mühsamer Rosinenpickerei: Bernd Weidenmann hat für dieses Buch 850 Seminarmethoden gesichtet, die besten aktivierenden Methoden herausgefiltert und in der Praxis getestet.

Neu: Übersicht, in der für spezielle Seminarsituationen und Ziele im Training die optimalen Methoden vorgeschlagen werden.

Bernd Weidenmann hat aus dem riesigen Vorrat an aktivierenden Methoden nach den Kriterien des Active Training die Rosinen herausgepickt und zusätzlich neue Methoden entwickelt. Alle Methoden in diesem Buch sind praxisfreundlich. Sie verlangen kaum Vorbereitung und nehmen maximal 30 Minuten in Anspruch. Bei der Auswahl wurde großer Wert darauf gelegt, dass jede der 80 Methoden didaktisch, lernpsychologisch und gruppendynamisch Sinn macht. Jede Methode ist so ausführlich beschrieben, dass Sie sie sofort anwenden können. Angegeben sind jeweils Materialien, Situationen, Ablauf, Chancen und Risiken, besondere Tipps sowie Varianten. Sie werden überrascht sein, wie Active Training Ihre Seminare und Ihren Trainingsstil verändert!

Die Kapitel: Lassen Sie die Teilnehmer aktiv werden! Frische Alternativen zu Standardmethoden. 80 Methoden gruppiert nach den Zutaten: Papier; Dinge; Seil, Schnur und Faden; Stühle; Figuren; Körper; Raum; Fantasie; Geschichten.

Methodenbeispiele: Häuptlingsfedern, Hausbriefkasten, Waagschale, Taschentheater, Seilbrücke, Eierkochen, Tankstelle, Intimus, Sommergewitter, Lebender Katalog, Krokodilfluss, Wortkarg, der Fremde, Roboter und Chefs, Tomaten auf den Augen, Mini-Mysteries.


Leserrezension von Barbara Messer

Barbara Messer Barbara Messer

Methodenbücher und Methodensammlungen bereichern meinen Alltag als Trainerin. Dieses Buch mit dem Untertitel „Die besten Methoden für lebendige Seminare“ hat schon fast blaue Flecken, so oft habe ich es in den letzten Monaten zur Hand genommen.

Prof. Dr. Bernd Weidenmann ist Universitätsprofessor für Pädagogische Psychologie und Experte für Train-the-Trainer-Seminare. Davon bin ich nach dem Lesen dieses äußerst gelungenen Methodenbuches überzeugt.

Der Grundgedanke des Buches ist es, aus der unendlichen Fülle der Methoden die es gibt, diejenigen herauszusuchen, die sich bestens für ein aktivierendes Training eignen.

Die ausgewählten Methoden werden nicht wie üblich nach Situationen oder Verwendungszwecken sortiert sondern Materialien. Oder besser gesagt, Zutaten, denn der Autor stellt selbst den Vergleich mit einem Kochbuch her. Dem Vergleich folgend ist es - wie auf dem Buchrücken vermerkt -, ein Kochbuch für Menschen, die nach dem ersten Kochen nach Rezept weiter ausprobieren möchten, um ihre eigene Kreativität zu erleben und zu vertiefen. Und wenn Weidenmann von Materialien spricht, dann von Alltäglichem wie: Stühlen, Geschichten, Figuren, Körper, Dinge etc.

Auf über 300 Seiten bekommen Sie rund 100 Methoden, die inspirierend – durch die IdeengeberInnen, wie der Autor die Entwickler der Methoden nennt, selbst - dargestellt werden.

Alleine die unübliche Sortierung schafft Neugier und lohnt sich. Hier die Auswahl: Zeitbedarf, Material, Situation, Beschreibung, der besondere Tipp, Chancen und Gefahren und Varianten. Somit werde ich als NutzerIn bestens bedient und kann das Buch – zumindest habe ich es so gemacht – gleich in meine Trainingsvorbereitung einbeziehen. Denn sicher möchten auch andere LeserInnen die Methoden nach dem Lesen ausprobieren. 

Ich bin froh, dieses Buch kennen gelernt zu haben. Auch als versierte und kreative Trainerin hat es mich in meinem Trainieren zutiefst angeregt.

Die Methoden werden ausführlich beschrieben, so dass dem Wunsch nach Verständlichkeit und Praxisnähe entsprochen wird.

Meist reichen sie über 1 bis 3 Seiten, verfügen über eine treffenden Titel, eine kleine Skizze und folgendes Muster: Was mir besonders gefallen hat? Die Liebe zum Detail und zur Praxis.

Der Autor weiß wovon er spricht. Die Sprache ist leicht, einladend und fundiert. Die erläuternden Texte haben fast schon Weiterbildungscharakter und sind für Neulinge so ganz nebenbei eine Bereicherung. Für die alten Hasen ist vor allem das Rezepteweiterentwickeln interessant.

Weidenmann selbst sagt zum Schluss: „Wenn Sie alle Methoden in diesem Buch gelesen haben, müsste es mit dem Teufel zugehen, wenn Sie nicht Lust bekommen hätten, die eine oder andere in Ihrem nächsten Training auszuprobieren“

Diese Lust hat mich schon ab dem ersten Kapitel gepackt.

Ich mag dieses Buch sehr und habe es bereits mehrfach an befreundete TrainerInnen verschenkt und lege es weiterhin auf den Büchertisch unserer Train-the-Trainer-Seminare aus.

Viel Spaß beim Lesen und Anwenden.

Barbara Messer

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Literaturrezension von Michael Kramer

Michael Kramer Michael Kramer

Der Beltz-Verlag bringt mal wieder ein Methodenbuch heraus, das fürs praktische Anwenden gemacht wurde. Der Universitätsprofessor Bernd Weidenmann macht der uralten These vom „Elfenbeinturm Wissenschaft“ eine lange Nase und liefert einen frisch-glitzernden Methoden-Almanach als Bestenliste aus 850 gesichteten Methoden. Geordnet ist die Sammlung nach zu verwendenden Materialien – damit man zu Lernendes ganz begreifen und erfassen kann.

Aufbau, Inhalt, Zielsetzung

Das Buch ist neben Grundlagen zur Teilnehmeraktivierung, Geschichten und Nachbereitung gegliedert in die Kapitel:

+ Papier
+ Dinge
+ Seil, Schnur und Faden
+ Stühle
+ Figuren
+ Körper
+ Raum
+ Fantasie

„Erlaubt ist, was aktiv macht“, ist zwischen den Zeilen so deutlich zu lesen wie die Überschriften in Boulevard-Tageszeitungen. So will das Beltz-Handbuch als Seminar-Apotheke dafür sorgen, material-gerecht und je nach Seminarsituation ein passendes Angebot zu machen.

Weidenmann wird oft konkret, filtert Standardfehler in der Trainer-Haltung und im Trainer-Tun heraus und macht vor allem durchweg konstruktive Alternativvorschläge, wie die TrainerIn es besser, aktivierender, sinnvoller machen kann. (Beispiel: allgemeine Anregungen, S. 21; Murmelgruppenmethode statt Lehrgespräch, S. 25; Expertenbefragung statt Lehrvortrag, S. 26) .

Die Meinung muss man nicht durchweg teilen, allerdings schimmert nie eine belehrende Haltung durch. Weidenmann liefert stets Fakten und Beispiele, so dass man den eigenen Standpunkt leichter finden kann. Quellen seiner Anschauung wie Accelerated Learning, SAVI-Ansatz nennt er immer, so dass man weiß, wo’s herkommt und wie man weiterlernen kann.

Und auf 11 (!) Seiten (S.33-44) ist ein Ziel- bzw. Situations-Register gegeben, in dem man neben dem Material-Suchweg einen weiteren hat. (Kennenlernen, Seminarverlauf, Gruppenprozess, Kooperation, Erfahrungen machen, Lernkontrolle, Feedback, TransferAktivieren).

Ideengebende Personen werden genauso wie die „üblichen Verdächtigen“ anderen Methodensammlungen genannt, der Autor benennt Unsitten von Trainern genauso wie das aus seiner Sicht angebrachte Verhalten.

Weidenmann bezieht klar Stellung und liefert ein Werk ab, das tatsächlich sehr anwendbar ist.

Das habe ich selbst in einigen Kommunikations-Trainings ausprobiert und bestätigt gefunden.

Egal, wo der Trainingseinsatz ist – auf einem Sportplatz, im Wald, im 5-Sterne-Hotel oder in der Jugedherberge – mit dem Weidenmann in der Tasche findet sich eine Anregung zu dem, was man eben vorfindet. Wer nicht so ad-hoc-phänomenologisch vorgehen möchte, kann das üppige Werk auch zur längerfristigen Vorbereitung nutzen, denn es gibt stets genug Informationen zu Didaktik und Ablauf, erleichternden Vorbedingungen und möglichen Auswirkungen.

Meine Empfehlungen

Das Buch folgt drei großen Zielen: Aktivierung, Aktivierung und nochmals Aktivierung.

Viel Miefig-Passives in der Lehr-Lern-Praxis soll offenbar ausgemistet werden. Der 2008er Weidenmann ist die literarische Scheuermilch gegen hartnäckige Passivitäts-Streifen auf den didaktischen Kacheln unserer Lernküchen.

Es ist schwer, die Teilnehmer nicht zu aktivieren, wenn man diese Methoden einstreut oder mit ihnen ein Seminarkonzept stützt.

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