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Heteronormativität

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Heteronormativität

Empirische Studien zu Geschlecht, Sexualität und Macht / Aus der Reihe: Studien Interdisziplinäre Geschlechterforschung Bd. 10

Jutta Hartmann, Christian Klesse, Peter Wagenknecht, Bettina Fritzsche, Kristina Hackmann

Gabler Verlag 2007, 312 Seiten , 29.90 Euro

 

Empirische Studien zu Heterosexualität als gesellschaftlichem Machtverhältnis

Heteronormativität - d.h. die selbstverständliche Annahme, der Mensch existiere in zwei sich körperlich und verhaltensmäßig klar voneinander unterscheidbaren Geschlechtern, deren Begehren sich auf das jeweils andere Geschlecht richte, und die hierarchische Anordnung dieses Settings - zieht sich durch alle gesellschaftlichen und kulturellen Bereiche und findet ihren Niederschlag in wissenschaftlicher Forschung und Theoriebildung. Im Zusammenspiel mit anderen Machtfaktoren bestimmt Heteronormativität die Lebenswelten von Individuen auf vielfältige Weise. Naturalisierte Geschlechterbilder und normative Begehrensstrukturen lassen sich in den akademischen Diskursen vieler wissenschaftlicher Disziplinen nachweisen.

Heteronormativitätskritische Forschung versucht hinter dem, was als natürlich gegeben angesehen wird, das Wirken normativer Mechanismen freizulegen und diese ins Zentrum der Kritik zu stellen. Der Band versammelt empirische Studien über Gehalt, Durchsetzung, Wirkungsweisen und Effekte solcher Normen, sowie über deren Zusammenhang mit weiteren gesellschaftlichen Machtmechanismen. Im interdisziplinären Vergleich zeigt sich, wie eine Kritik der heteronormativen Forschungsparadigmen gravierende Verschiebungen in allen Wissenschaftsfeldern mit sich bringt.

Aus dem Inhalt: Der heteronormative Blick in der wissenschaftlichen Forschung - Selbst-Bewegungen. Analysen subjektiver Aushandlungsprozesse - Analysen verschiedener Inszenierungen von Geschlecht und Begehren - Intersektionalitäten. Verschränkungen normativer Diskurse

Zielgruppe: SozialwissenschaftlerInnen, Studierende der Frauen- und Geschlechterforschung, Kulturwissenschaften und Erziehungswissenschaften

Quelle: Text des Verlages



Dr. Jutta Hartmann ist Vertretungsprofessorin im Bereich „Pädagogik für Soziale Arbeit“ an der Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst Hildesheim.

Dr. Christian Klesse ist Lecturer in Cultural Studies an der Manchester Metropolitan University in Großbritannien.
Peter Wagenknecht ist als freier Dozent in der Jugend- und Erwachsenenbildung tätig.

Dr. Bettina Fritzsche ist wissenschaftliche Mitarbeiterin im Forschungsprojekt "Lernkultur- und Unterrichtsentwicklung an Ganztagsschulen" an der Technischen Universität Berlin.
Dr. Kristina Hackmann ist zur Zeit Lehramtsreferendarin in Hamburg.

 

 

 

 


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