Friederike von der Marwitz Friedericke von der Marwitz 

Was bedeutet Netzwerken?

Netzwerken ist der Schlüssel zum beruflichen Erfolg. Es gehört zur Überlebenstechnik, denn der Wettbewerb im Berufsleben ist härter geworden. Kontakte und Beziehungen erleichtern das Vorankommen. Diese müssen aber auch korrekt genutzt als auch gepflegt werden!

„Ein Grashalm wächst nicht schneller, wenn Sie daran ziehen. Wohl aber, wenn Sie ihn düngen und regelmäßig gießen.“

Netzwerken bedeutet:

  • der konsequente und vertrauenswürdige Aufbau von Beziehungen
  • die fortlaufende Pflege dieser Beziehungen
  • ein Geben und ein Nehmen!


Was gehört zum Netzwerken?

Zum Netzwerken gehört eine Portion Mut und Selbstbewusstsein. Aber oft freuen sich Menschen, wenn Sie Interesse an ihnen zeigen. Und amerikanische Studien haben gezeigt, dass der Mensch zunächst zu 55% auf das Äußere sieht, dann zu 38% auf die Stimme und nur zu 7% auf den Inhalt der Aussage. Also, probieren Sie es aus - überwinden Sie die Angst – Sie müssen nicht philosophieren, um zu wirken. Ihre Ausstrahlung, Ihr Interesse am Anderen und Ihre Authentizität sind maßgebend.

Zum Kontaktaufbau gehört:

- dass Sie die Chancen zur Kontaktaufnahme wahrnehmen
- dass Sie sich anderen Menschen gegenüber rücksichtsvoll verhalten (d.h. wahren Sie
  Umgangsformen am Telefon, beim Email-Schreiben und im persönlichen Kontakt)

Im Beruf hat der erste Eindruck keine zweite Chance!

Innerhalb von 3 Sekunden hat sich der Gegenüber ein Bild von Ihnen gemacht. 7 weitere Treffen sind erforderlich, um einen ersten schlechten Eindruck wieder wettzumachen!

Wo können Sie netzwerken?

Neue Kontakte können vielerorts hergestellt werden. Beim Metzger oder bei der Party, beim Sportverein oder beim Reisen – nutzen Sie diese Chancen! Jeder Mensch hat etwas zu berichten. Entwickeln Sie ein Interesse für Menschen. Laufen Sie nicht blind an Ihren Mitmenschen vorbei.

Wie netzwerken Sie?

Zum Netzwerken gehört das wahre Interesse an anderen Menschen. Die Kontaktaufnahme ist gar nicht schwer: ein freundliches Lächeln, eine positive Einstellung, Respekt gegenüber Ihrem Gegenüber, ein paar Worte über das Wetter als auch Authentizität reichen oft schon, um die Neugier des Gegenübers zu entfachen. Und schon sind Sie im Gespräch. Und wenn eine vertrauensvolle Basis geschaffen ist und auch die Wellenlänge übereinstimmt, wächst Ihr Netzwerk. Besonders im Ausland ist der vertrauensvolle Beziehungsaufbau Anfangs wichtiger als Qualifikationen. Beziehungen funktionieren aber nur dann gut, wenn sich keiner ausgenutzt fühlt. Ausnutzen und Fallen lassen widerspricht dem Networking-Gedanken der Gegenseitigkeit. Bauen Sie Vertrauen und Wertschätzung auf.

Die Kontaktaufnahme z.B. bei Empfängen:

Hierzu gehört eine gute Vorbereitung.

  • Lesen Sie die Einladungskarte genau durch (wer lädt ein, haben Sie zu- oder abgesagt, wann und wo findet der Empfang statt, welches ist das Thema des Treffens,  welche Gäste werden anwesend sein, um wie viel Uhr sollten Sie ankommen und auch wieder gehen, wie ist die Kleidungsordnung, welches Geschenk sollten Sie dabeihaben…?
  • Wer sind die Gastgeber als auch die Gäste – welche Interessen haben sie?
  • Wen möchten Sie kennenlernen
  • Beherrschen Sie die Techniken des Small Talks (vermeiden Sie Tabuthemen)
  • Visitenkarten sind das wichtigste Werkzeug eines Networkers.  Nehmen Sie immer genügend und ordentliche Visitenkarten mit. Sie dienen als Gedächtnisstütze aber auch dazu, den Namen des Gesprächspartners zu behalten. Achten Sie auf die Regeln der Visitenkartenübergabe im Ausland!
  • Achten Sie auf Ihre Körperpflege (viele Menschen haben einen äußerst ausgeprägten Geruchssinn)
  • Betreten Sie den Raum vorbereitet, positiv eingestellt, neugierig auf neue Kontakte, entspannt, aufrecht und mit offener Haltung. Beobachten Sie den Raum und merken Sie sich, wer mit Ihnen Augenkontakt aufnimmt oder welche Gruppe eine offene Haltung hat.
  • Seien Sie entspannt und vorbereitet
  • Achten Sie darauf, aufrecht zu stehen und eine offene Haltung einzunehmen
  • Ein Lächeln öffnet Ihnen viele Türen

So werden Sie positiv in Erinnerung bleiben

  • Stellen Sie sich mit Namen vor (achten Sie auf Etikette-Regeln)
  • Nehmen Sie dabei die Hände aus den Hosentaschen
  • Geben Sie Ihrem Gegenüber die Hand (fester Händedruck zeigt Selbstbewusstsein)
  • Schauen Sie dem Anderen in die Augen (der Augenausdruck sagt sehr viel aus)
  • Lächeln Sie (auch am Telefon!)
  • Nun werden oft Visitenkarten ausgetauscht. Zeigen Sie mit dieser Geste, daß Sie sich freuen, dem Gegenüber Ihre Visitenkarte überreichen zu dürfen. Nehmen Sie die Visitenkarte des Gegenübers mit Respekt an, schauen Sie sich diese kurz an und bedanken Sie sich hierfür!
  • Stellen Sie „Sesam-öffne-Dich-Fragen“
  • Zeigen Sie Interesse, Einfühlungsvermögen und eine positive Einstellung
  • Erkennen Sie Signale und entlarven Sie versteckte Botschaften, übersetzen Sie Reaktionen und die Körpersprache des Anderen
  • Hören Sie aktiv zu
  • Stellen Sie Gegenfragen („habe ich Sie richtig verstanden?“)
  • Lächeln, nicken und hören Sie zu!
  • Nennen Sie die Namen und versuchen Sie, sich diese zu merken und korrekt auszusprechen (nehmen Sie die überreichte Visitenkarte als Hilfe)
  • Vermeiden Sie Tabuthemen (z.B. Politik, Religion, Krankheiten, Finanzen)
  • Lassen Sie den Anderen ausreden
  • Bleiben Sie bescheiden
  • Vermeiden Sie nervöse Gesten
  • Wechseln Sie die Perspektive (versuchen Sie, sich in den Anderen hineinzuversetzen)
  • Lesen Sie zwischen den Zeilen
  • Nehmen Sie dem Gegenüber nicht das Gesicht – lassen Sie den anderen im guten Licht erscheinen
  • Bringen Sie positive Verstärker  wie z.B. „ich verstehe
  • Stellen Sie „offene“ und „W-Fragen“ (wer…, wie…, was…, warum…, wofür…)
  • Machen Sie Komplimente und lernen Sie auch, Komplimente anzunehmen
  • Vermeiden Sie Rechthaberei
  • Vermeiden Sie, auffallen zu wollen
  • Quetschen Sie den Anderen nicht aus – erzählen Sie auch von sich
  • Philosophieren sie nicht
  • Vermeiden Sie Berührungen und wahren Sie Distanz (Berührungen können Abwertung bedeuten)
  • Steigen Sie nicht in die Privatsphäre des Anderen
  • Seien Sie zurückhaltend bei Klatsch und  Tratsch

Bei all diesen Überlegungen vergessen Sie bitte nicht, daß Sie die Zeit des Gegenübers nicht verschwenden. Oft ist es sinnvoller, die ausführlicheren Gespräche über Ihr Anliegen auf einen späteren Zeitpunkt zu verschieben. Besonders bei Messen und Tagungen ist es empfehlenswert, sich kurz vorzustellen, den ersten Eindruck des Gegenübers zu gewinnen und einen Visitenkartenaustausch erfolgen zu lassen. Weiteres kann in einem zweiten Gespräch stattfinden. Beenden Sie jedoch Ihr Gespräch zukunftsorientiert wie z.B.:  Darf ich Sie anrufen oder anmailen, wollen wir uns mal…treffen, etc.?

Machen Sie sich (bitte nicht vor den Augen des neuen Kontaktes) sofort auf der Rückseite der Visitenkarte Notizen wie Datum, Art und Ort des Kennenlernens etc.

Ihr dauerhafter Einsatz bei einem neuen Kontakt verbunden mit Ihrem angenehmen, höflichen und tadellosen Verhalten baut über kürzer oder länger eine gute Basis für eine vertrauensvolle Beziehung auf. Dazu gehört auch, daß Sie auf Mails, Briefe oder Anrufe sofort antworten. Unzuverlässigkeit mindert die Wertschätzung.

Networking ist lernbar – seien Sie guten Mutes. Beziehungen funktionieren aber nur dann gut, wenn sich keiner ausgenutzt fühlt. Ausnutzen und Fallen lassen widerspricht dem Networking-Gedanken der Gegenseitigkeit. Bauen Sie Vertrauen und Wertschätzung auf.

Viel Erfolg beim Netzwerken!

Friederike von der Marwitz 

Friederike von der Marwitz
Etikette im Globalen Business
www.von-der-marwitz.de

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