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didacta 2019: Internationales Branchentreffen diskutiert über die Zukunft der Bildung

Zur weltweit größten und wichtigsten Bildungsmesse werden rund 100.000 Besucher in Köln erwartet

Wenn am 19. Februar die didacta 2019 in Köln ihre Tore öffnet, dreht sich fünf Tage lang wieder alles um Erziehung, Bildung, Lehren und Lernen. Auf der weltweit größten Messe für den gesamten Bildungsbereich zeigen 889 Unternehmen aus 55 Ländern ein umfassendes Leistungsspektrum von Ausstattungen und Einrichtungen, Bildungsmedien und didaktischen Materialien für alle Bildungs- und Erziehungsbereiche. Damit präsentiert sich die didacta in Köln so international wie nie zuvor. Zu den Ausstellern der didacta zählen alle namhaften Verlage und die führenden Soft- und Hardware-Unternehmen der Branche aber auch Medienproduzenten, Bildungseinrichtungen und Verbände, sowie Einrichtungs- und Ausstattungsunternehmen.

Mit ihrem breit gefächerten Rahmen- und Kongressprogramm untermauert die didacta ihre Leitfunktion als "Bildungsgipfel" für Fachwelt und Öffentlichkeit. Die Tatsache, dass sie die wichtigsten Entscheidungsträger aus allen Bildungsbereichen in Köln zusammenbringt, unterstreicht zudem die gesellschaftspolitische Bedeutung, der didacta 2019. An allen fünf Messetagen sprechen Vertreter aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Gesellschaft sowie viele Prominente über aktuelle Fragen der Bildungspolitik, diskutieren über Lösungsansätze und stellen Konzepte vor, wie das Bildungssystem den aktuellen Bedürfnissen angepasst werden kann.

Laut Didacta Verband könne 2019 kann das Jahr werden, in dem wichtige Weichen für mehr Bildungsqualität gestellt werden. Bund und Länder müssten jetzt reagieren. Denn Bildungspolitik, Bildungsverantwortliche und die Bildungswirtschaft stehen vor riesengroßen Aufgaben, hat doch die deutsche Bildungslandschaft viele „Baustellen“: Lehrermangel, Inklusion, Integration, fehlende KITA-Plätze für Kinder unter drei Jahren, die Digitalisierung des Lernens, Bildungsgerechtigkeit und, und, und ... Mit dem Inkrafttreten des Gesetzes zur Weiterentwicklung der Qualität in der Kindertagesbetreuung sei zwar ein Schritt in die richtige Richtung erfolgt, so der Didacta Verband. Doch weitere Maßnahmen seien dringend notwendig, wie beispielsweise der längst überfällige Digitalpakt für Schulen.

Schülerinnen und Schüler sind die Leidtragenden

„Politische Diskussionen wie diese werden einmal mehr auf dem Rücken der Fach- und Lehrkräfte ausgetragen“, beklagt Prof. Dr. Wassilios E. Fthenakis, der Präsident des Didacta Verbandes. „Die Leidtragenden sind vor allem die Schülerinnen und Schüler, deren Bildungschancen unnötig klein gehalten werden. Schulen haben einen immensen Aufholbedarf bei der digitalen Ausstattung, sowohl mit technischer Infrastruktur und Geräten als auch mit pädagogischen Konzepten für die Bildung in der digitalen Welt“, erklärt der Didacta-Präsident.

„Die Digitalisierung muss beherzt angegangen werden“

Auch für die Bildungsmedienverlage kommt der Digitalisierung eine besondere Rolle zu. So fordert Dr. Ilas Körner-Wellershaus, Vorsitzender des Verband Bildungsmedien e. V.: „Die Digitalisierung in allen Bildungsinstitutionen, besonders der Schulen, muss jetzt beherzt angegangen werden. Wir brauchen dringend die politischen, rechtlichen und organisatorischen Rahmenbedingungen für einen flächendeckenden Einsatz digitaler Bildungsmedien.“ Bislang liege der Umsatzanteil der digitalen Bildungsmedien unverändert bei nur rund 5 Prozent. „Es ist Zeit, dass der Digitalpakt Schule zwischen Bund und Ländern endlich beschlossen und umgesetzt wird“, fügt Körner-Wellershaus hinzu.

In Deutschland gibt es rund 8,4 Millionen Schülerinnen und Schüler an allgemeinbildenden und rund 2,5 Millionen Schülerinnen und Schüler an berufsbildenden Schulen. Rund 3,5 Millionen Kinder besuchen eine von rund 55.300 Kindertageseinrichtungen. Für diese Zielgruppe bringen die deutschen Bildungsmedienverlage jährlich mehr als 8.000 Titel für die frühe Bildung, die allgemeinbildende Schule, die berufliche Bildung und Erwachsenenbildung auf den Markt. Etwa 40.000 Titel sind branchenweit lieferbar.

Bildungssektor erwirtschaftet 133 Milliarden Euro

Bildung ist aber nicht nur ein gesellschftlich relevantes und viel diskutiertes Thema. Bildung ist auch ein nicht zu unterschätzender Wirtschaftsfaktor, hat das Bundeswirtschaftsministerium im letzten Jahr erstmals statistisch erfasst. So hat der Bildungssektor im Jahr 2017 133,3 Milliarden Euro erwirtschaftet. Zum Vergleich: Die Tourismuswirtschaft erwirtschaftete im selben Zeitraum eine Bruttowertschöpfung in Höhe von 105,3 Milliarden Euro. 2017 waren in der Bildungswirtschaft in Deutschland rund 2,5 Millionen Erwerbstätige beschäftigt. Der Anteil am gesamtwirtschaftlichen Arbeitsmarkt lag bei 5,6 Prozent – somit war etwa jeder 18. Erwerbstätige in Deutschland in der Bildungswirtschaft beschäftigt.

Ideelle Träger der didacta – die Bildungsmesse sind der Didacta Verband e.V., Darmstadt und der Verband Bildungsmedien e.V., Frankfurt.

Die Messe findet vom 19. bis 23. Februar 2019 auf dem Kölner Messegelände statt.
Sie ist täglich von 9.00 Uhr bis 18.00 Uhr geöffnet. Weitere Informationen unter www.didacta-messe.de 

didacta bei Facebook: https://www.facebook.com/didacta-messe 

 

Bildnachweis: Didacta Verband e.V., Köln Messe AG

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