Honorarstudie des Weiterbildungsmarktes 

Die wirtschaftliche Lage fordert von Weiterbildnern Innovation

Jürgen Graf

Ganz aktuell ist eine aktuelle Honorarstudie des Weiterbildungsmarktes erschienen, die aufhorchen lässt. Veröffentlicht hat sie Jürgen Graf, Herausgeber der Zeitschriften Training aktuell und managerSeminare sowie vielfältiger Trainingsmedien für Trainer, Berater, Coachs und Führungskräfte. Teilgenommen haben 1.143 Weiterbildungsanbieter, die Ende 2018 via Online-Befragung Angaben zu ihrer wirtschaftlichen Situation machten, insbesondere zu ihren Honorarsätzen und ihrer Auslastung.

In einem Interview hat Jürgen Graf Fragen zur Studie und ihren Ergebnissen beantwortet.

Trotz der guten wirtschaftlichen Entwicklung der letzten Jahre in Deutschland ist die Weiterbildungsbranche durch verschiedene Entwicklungen unter Druck geraten. Einige Auftraggeber sollen sich inzwischen weigern, insbesondere höhere Honorare zu akzeptieren. 

Zudem verlangt auch die neue Generation von jungen Führungskräften, die mit der Digitalisierung aufgewachsen ist, vermehrt  nach einer anderen Art der Weiterbildung, die unmittelbar an der eigenen Lebenswelt andockt. Dadurch u.a. ist das online-basierte Lernen Teil der Unternehmensrealität geworden.

Bedenkswert ist auch die Aussage von Jürgen Graf: "Mit dem Angebot klassischer Präsenzseminare stehen Weiterbildner nicht mehr nur in Konkurrenz zu anderen – ggf. preiswerteren – Wettbewerbern, sondern in Konkurrenz zu einem gänzlich neuen Lernformat, das mehr Produkt als Dienstleistung ist. Und ein Produkt hat gegenüber einer Dienstleistung klare Vorteile: Es erlaubt Wahlfreiheit und Autonomie in der Nutzung, es ist zeitlich und örtlich unbegrenzt verfügbar, es ist skalierbar und damit auch von den Kosten nahezu konkurrenzlos günstig."

Die Lösung sieht Graf darin, dass auch online-basierte Lernangebote didaktische Expertise brauchen und  nicht die klassische Face-to-Face-Trainings eins zu eins ersetzen können. Gefragt ist aber eine professionelle Verzahnung, in die  Weiterbildner ihre Kompetenz einbringen können.

Seine Empfehlung: "Nur wer agiert statt reagiert, sichert sich einen Wettbewerbsvorsprung und wird weiterhin gut im Geschäft bleiben." 

Eine weitere Empfehlung von Jürgen Graf ist das Angebot der eigenen Dienstleistung mit Frendsprachen. Fremdsprachenkompetenz stellt danach den mit Abstand den größten Hebel dar, um seine Honorarsätze signifikant zu steigern und zugleich die eigene Auslastung deutlich zu erhöhen. Umsatzsteigerungen von über 50 Prozent sind so möglich, führt er an. Er versteht Fremdsprachenkompetenz als den Türöffner zu global agierenden Unternehmen, die nach wie vor lukrative Tagessätze zu zahlen bereit sind. Und er weist in der Studie darauf hin, dass erstaunlich wenige Weiterbildungsanbieter dieses Potenzial nutzen. 

Abonnenten der Zeitschrift Training aktuell können die vollständige Honorarstudie hier kostenlos als eBook herunterladen.

Zum Interview mit Jürgen Graf hier klicken...

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