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Trendbericht

Weiterbildungsverhalten in Deutschland 2018

Ergebnisse des Adult Education Survey

Mit der Erhebung zum Weiterbildungsverhalten in Deutschland 2018 setzt das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) die in Deutschland etablierte Erhebung zum Weiterbildungsverhalten nach dem Konzept des Adult Education Survey (AES) fort und schließt an das Berichtssystem Weiterbildung (BSW) an, das von 1979 bis 2007 alle drei Jahre durchgeführt wurde. Die Studie dient sowohl in der Europäischen Union (EU) – bisher in jeder zweiten Erhebung – als auch in Deutschland einem bildungspolitischen Monitoring Lebenslangen Lernens (Europäischer Rat 2000), begrenzt auf Erwachsene, im deutschen AES also Personen von 18 bis 69 Jahren. Die aktuelle Erhebung dient der Fortsetzung der deutschen Trendberichterstattung.

Dargestellt werden in der Studie nacheinander die Trendergebnisse der Weiterbildungsbeteiligung in Deutschland (Kapitel 2), Informationen zu den Weiterbildungsaktivitäten (Kapitel 3), die Segmente von Weiterbildung (Kapitel 4), die Beteiligung verschiedener Bevölkerungsgruppen an Weiterbildung (Kapitel 5) sowie eine Beschreibung des Feldes der Weiterbildung auf Ebene der Weiterbildungsaktivitäten (Kapitel 6). Im zweiten Abschnitt wird über die beiden Lernformen der formalen Bildung (Kapitel 7) und des informellen Lernens (Kapitel 9) berichtet.

Für den Vergleich mit den EU-Ergebnissen des AES wird zusammenfassend über die Beteiligung an Bildungsaktivitäten – also an non-formaler Weiterbildung und formaler Bildung gemeinsam – berichtet (Kapitel 8). Im dritten und letzten Abschnitt des Trend¬berichts werden darüber hinausgehende bildungspolitisch relevante Ergebnisse aus dem AES berichtet. In Kapitel 10 wird über wissenschaftliche Weiterbildung, in Kapitel 11 über Bildung Erwachsener mit digitalen Medien und in Kapitel 12 über Transparenz, Information und Beratung berichtet.

Auszug aus den Ergebnissen

Weiterbildungsbeteiligung in Deutschland

Die Quote der Teilnahme an non-formaler Weiter­bildung ist unter Erwachsenen, also den 18- bis 64-Jährigen, von 50 Prozent im Jahr 2016 auf 54 Pro­zent im Jahr 2018 angestiegen. Dieser Anstieg ist in Westdeutschland mit sieben Prozentpunkten (2016: 49 %, 2018: 56 %) noch etwas steiler. Die ostdeutschen Quoten der Teilnahme an Weiterbildung unterscheiden sich dagegen zwischen den beiden Jahren statistisch nicht nennenswert (51 % bzw. 48 %).

Deutlicher Anstieg der Weiterbildungsbeteiligung von Arbeitslosen

Unter Arbeitslosen liegt die Quote der Teilnahme im Jahr 2018 mit 49 Prozent besonders hoch (2016: 27 %). Der deutliche Anstieg ist auf das Segment der individu­ellen berufsbezogenen Weiterbildung zurückzuführen (Anstieg: 20 Prozentpunkte).

Voll- und Teilzeiterwerbstätige beteiligen sich erstmals gleich häufig an betrieblicher Weiterbildung

Die Beteiligung an betrieblicher Weiterbildung unter Vollzeiterwerbstätigen liegt im Jahr 2018 mit 52 Pro­zent etwa so hoch wie im Jahr 2016. Unter den Teil­zeiterwerbstätigen ist dagegen seit dem Jahr 2016 ein deutlicher Anstieg zu erkennen (plus neun Pro­zentpunkte auf 49 %). Damit liegen erstmals seit dem Jahr 2007 die Quoten der Teilnahme an betrieblicher Weiterbildung zwischen Voll- und Teilzeitbeschäftigten vergleichbar hoch.

Deutlicher Anstieg in der Weiterbildungs­beteiligung unter Männern

Männer beteiligen sich im Jahr 2018 mit 57 Prozent deutlich häufiger an Weiterbildung als Frauen (52 %). Der Unterschied im Jahr 2018 ist vor allem durch den Anstieg der Weiterbildungsbeteiligung unter Män­nern seit dem Jahr 2016 zu erklären (plus acht Pro­zentpunkte). Wenngleich sich in den Quoten der Teilnahme an Weiterbildung auch unter den Erwerbs­tätigen deutliche Unterschiede aufzeigen lassen, ist das Geschlecht als solches kein die Weiterbildungsbe­teiligung beeinflussendes Merkmal. Vielmehr sind die verschiedenen (außer-)beruflichen Kontexte, in denen sich Männer und Frauen überzufällig häufig befinden, entscheidend.

Knapp jede dritte Bildungsaktivität findet mit digitalen Medien statt

Im AES 2018 kann erstmals eine Quote der Teilnahme an Bildung mit digitalen Medien ausgewiesen werden. In die Quote gehen alle Personen ein, die im Verlauf der letzten zwölf Monate wenigstens eine Bildungsaktivität – sei sie non-formal oder formal – mit digitalen Medien wahrgenommen haben. Unter den 18- bis 64-Jährigen haben im Jahr 2018 31 Prozent wenigstens eine Bil­dungsaktivität mit digitalen Medien wahrgenommen.

Mehr Information und Beratung

Im Jahr 2018 äußerten mit 24 Prozent der Befragungs­personen prägnant mehr Personen den Wunsch nach mehr Information und Beratung, als dies im Jahr 2016 der Fall war (21 %). Gleichwohl nahmen im Jahr 2018 mit knapp einem Drittel (31 %) der Erwachsenen deut­lich mehr Personen Informations- oder Beratungsan­gebote über die eigenen Weiterbildungsmöglichkeiten wahr als im Jahr 2016 (24 %). Wenn eine Person eine Beratung zu den eigenen Weiterbildungsmöglichkeiten wahrnimmt, liegt die Chance einer Weiterbildungsbe­teiligung rund zwei Mal so hoch wie unter Personen, die keine Beratung wahrnehmen.

 

Zur Studie...

 

Bildnachweis: BMBF, bearbeitetes Cover des Berichts

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