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Leserrezension: Die Sandwich Connection - Wie Sie tragfähige Netzwerke aufbauen und Ihre Souveränität zurückgewinnen

stefan fourier die sandwich connetion cover

Stefan Fourier
Die Sandwich Connection
Wie Sie tragfähige Netzwerke aufbauen und Ihre Souveränität zurückgewinnen
Business Village 2017 (1. Auflage)
Seiten: 157
Paperback; kein Zusatzmaterial
Preis: EUR 17,99

Leserrezension von Isabel Schürmann

„Bildet Netzwerke und helft euch gegenseitig!“ ist Stefan Fouriers oberstes Gebot, um sich aus dem allgegenwärtigen Dilemma zwischen Anforderungen und Möglichkeiten, sowohl im Privat- als auch Geschäftsleben, zu befreien. Schritt-für-Schritt und vor allem praxisnah beschreibt Stefan Fourier in seinem Buch „Die Sandwich-Connection“ wie man aus vertrauensvollen Kontakten tragfähige Netzwerke aufbaut, was man dazu benötigt und welche Fallstricke besonderer Beachtung bedürfen.

Zur vereinfachten Darstellung der sogenannten „Sandwich-Connection“ bedient sich Fourier gleich zu Beginn seines Buches einem Bild dreier konzentrischer Kreise, auf die er immer wieder referenziert. Während der innerste Kreis nur durch echte Freunden besetzt ist, gehören dem zweiten (mittleren) Kreis alle diejenigen an, mit denen man sich zu bestimmten Themen austauscht oder gemeinsame (sachliche) Interessen teilt. Diese Menschen bezeichnet Fourier als Bekannte. Im äußeren Kreis befinden sich ausschließlich Kontakte, denen man irgendwann einmal begegnet ist, Visitenkarten ausgetauscht, jedoch noch keinen konkreten Bezug für eine Vertiefung der Beziehung gefunden hat.

Für den Aufbau tragfähiger Netzwerke ist, so Fourier, zum einen das fortwährende Knüpfen neuer Kontakte wichtig, zum anderen die (absichtslose) Überführung der Kontakte in vertrauensvolle Verbindungen. Mit Blick auf das Bild der konzentrischen Kreise erklärt Fourier, dass letztlich die Wanderung der Kontakte bzw. Bekannten in Richtung Kreisinneres, das heißt in die SandwichConnection, oberste Zielsetzung eines jeden guten Netzwerkers ist bzw. sein sollte.

Um dieses Ziel zu erreichen, empfiehlt Fourier dem eigenen „Trust-o-Meter“ zu vertrauen, wenn es um die Einschätzung neuer Kontakte geht, jedem Neukontakt einen „Henkel“ (im Sinne eines Ankünpfungspunktes für die Gesprächsfortsetzung) zu geben, sich für ein systematisches Kontaktmanagement Zeit zu nehmen, und eher eine Langzeitperspektive im Auge zu haben die Entwicklung einer Freundschaft braucht Zeit) als kurzfristige Win-Win-Beziehungen zu erwarten.

Wie diese Empfehlungen im Einzelnen umzusetzen sind, führt Fourier umfassend in acht Kapiteln aus. Die Kapitel aufbauen inhaltlich aufeinander auf. Dabei schließt jedes Kapitel mit einer kurzen Zusammenfassung, in der Fourier nochmals stichpunktartig dem Leser seine persönlichen Netzwerk-Empfehlungen mit auf den Weg gibt.

Beurteilung/Kritische Würdigung

Mit seinen klaren und eingängigen Formulierungen macht Fourier „Die Sandwich-Connection“ für eine breite Leserschaft zugänglich. Persönliche Geschichten und Erlebnisse verleihen dem Buch zwar Kurzweiligkeit, teilweise empfinde ich diese aber auch als etwas langatmig.

Geteilter Meinung bin ich beim Thema „Small Talk“. Während Fourier „das kleine Gespräch“ grundsätzlich als inhaltsleer und reine Zeitverschwendung einstuft, sehe ich darin eine besondere Form der Kommunikation, die es mir über die Wahl unverfänglicher Gesprächsthemen erlaubt, mit einem anderen (oftmals unbekannt) zunächst einmal eine unverbindliche (aber nicht inhaltsleere) Gesprächsatmosphäre aufzubauen. Diese wiederum ermöglicht es mir, wahrzunehmen, wie mein Gegenüber „tickt“ und welcher Art der Sprache und Gesprächsführung es bedarf. Erst auf Basis dieser Eindrücke macht eine Entscheidung für oder gegen den Austausch der Kontakte Sinn.

Insgesamt empfinde ich „Die Sandwich-Connection“ aber dennoch als ein wirklich gelungenes Buch, in dessen Fokus zum einen die Bedeutung tragfähiger Netzwerke für die Bewältigung unserer Alltagsherausforderungen steht, zum anderen aber auch der eindrückliche Appell - in Zeiten zunehmender Digitalisierung - echte, analogen Beziehungen nicht zu vernachlässigen. Denn letztlich kann man eine Vielzahl an Kontakten in Facebook & Co. niemals mit echten, vertrauensvollen Beziehungen, in denen ehrliches Interesse, Aufmerksamkeit und Gegenseitigkeit im Vordergrund stehen, gleichsetzen. (Zitat: „Freunde gewinnt man nur im wirklichen Leben!“ (Seite 119))

Klare Leseempfehlung!

Rezension von Isabel Schürmann
Personality Consult - www.personality-consult.de
Oberursel, den 17.02.2018

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